23.11.2017

Programmatic Advertising Day 2017

Besucherrekord mit rund 600 Teilnehmern

Das Zürcher Volkshaus platzte aus allen Nähten: Am «PAD17» vom Donnerstag kamen rund ein Drittel mehr Besucher als noch im Vorjahr. Bekannt wurde auch: Im Januar wird ein Qualitätszertifikat für Agenturen lanciert.
Programmatic Advertising Day 2017: Besucherrekord mit rund 600 Teilnehmern
Volles Haus im Volkshaus Zürich: Im weissen Saal hatten nicht alle Teilnehmer Platz, so dass die Eröffnungs-Keynotes per Leinwand in einen anderen Saal übertragen wurden. (Bilder: zVg.)

Automatisierte Werbebuchung verzeichnet mehr Zuwachs als jemals zuvor und nimmt im Digital Marketing eine immer bedeutendere Stellung ein. Einen deutlichen Anstieg erfährt auch der Programmatic Day 2017 vom Donnerstag. Mit rund 35 Prozent mehr Teilnehmern kamen gesamt knapp 600 Besucher in das Volkshaus Zürich, um den Keynotes und Paneldiskussionen beizuwohnen. «Diese hohe Teilnehmerzahl zeigt die Relevanz des Themas Programmatic Advertising», sagte David Burst, Präsident der IAB Switzerland, gleich zu Beginn.

Qualitätszertifikat für Agenturen lanciert

Der Programmatic Advertising Day startete mit dem 20-minütigen – und damit viel zu kurz angesetzten – Panel zum Thema «Qualität in der programmatischen Werbebuchung». Sam Lutz, Leiter der Programmatic-Advertising-Fachgruppe der IAB Switzerland, gab dabei bekannt, dass die IAB Switzerland im Januar 2018 ein Qualitätszertifikat Programmatic Advertising für Agenturen auf den Schweizer Markt bringen werde. Dies sei eine wichtige Erweiterung, mittels der sich Agenturen und Trading Desks für ein Qualitätszertifikat bewerben können und einer unabhängigen Prüfung unterzogen werden. Ein Bedürfnis, welches aus dem Markt gewachsen ist und welchem die IAB Switzerland nachkam.

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Julian Simons vom Bundesverband für Digitale Wirtschaft BVDW blickte zurück auf die Lancierung des Code of Conduct, der im Juni 2017 auch in der Schweiz ausgerollt wurde (persoenlich.com berichtete). «Das war ein ziemlicher Happen», so Simons. Christoph Tagger von der IAB Österreich meinte: «Die Qualität, die den Traffic betrifft, steigt stetig.» Und Marcus Föbus, Projektleiter Swiss Media Data Hub, sagte, dass die geplante neue Onlinewährung auch mit Qualität zu tun habe, da sie Transparenz schaffen soll.

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Auf das erste Panel folgten zwei Keynotes von Danny Hopwood von Publicis Media und Sasha Berlik bei The Trade Desk. Nach der Lunch-Pause ging es mit den Themenblöcken «Programmatic everywhere», «Walled Gardens» und «Brand Safety» weiter. Der Abschluss bildete der Themenbereich «E-Commerce», bevor die Gäste sich beim Networking Apéro über den Programmatic Day 2017 austauschen konnten.

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Auch die am Vormittag vor dem offiziellen Beginn organisierten Kurz-Workshops fanden Zuspruch und waren bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Organisierende Verbände sind zufrieden

Über den Erfolg des Programmatic Advertising Days 2017 zeigten sich auch die organisierenden Verbände zufrieden. «Programmatic wird immer wichtiger. Höchste Zeit, dass sich auch die Werbeauftraggeber damit auseinandersetzen», wird Roland Ehrler vom Schweizer Werbe-Auftraggeber SWA in einer gleichentags verschickten Mitteilung zitiert. «Das grosse Interesse am ‹PAD17› ist erfreulich und bestätigt die Arbeit der Verbände, mit hochkarätigen, zukunftsweisenden Veranstaltungen gemeinsam die Branche vorwärtszubringen», so Catherine Purgly von Leading Swiss Agencies LSA.

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Auch Stephan Küng, Präsident IGEM Interessengemeinschaft elektronische Medien, ist zufrieden: «Wir freuen uns sehr, dass sich der ‹PAD› in so kurzer Zeit zu einem so wichtigen und begehrten Event entwickelt hat. Dabei begrüsst IGEM besonders, dass dieses Jahr mit dem Block ‹Programmatic everywhere› auch spannende Ausblicke für Audio und TV aufgezeigt werden konnten.»

Und Roger Baur, Geschäftsführer der IAB Switzerland, ergänzt: «Dass der Programmatic Advertising Day innerhalb von drei Jahren diesen Zuwachs erfährt, freut uns. Mit solchen Events hat man die Möglichkeit, Experten aus anderen Märkten zu hören und immer auf dem neusten Stand der Dinge zu bleiben». (pd/cbe)



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Kommentare

  • Bruno Roeder, 24.11.2017 07:34 Uhr
    Guten Tag Den Hype um „Programmatic Advertising“ kann ich bedingt nachvollziehen, da ja definitiv etwas auf dem Markt bezüglich der Digital-Kommunikation getan werden muss. Jedoch gibt es Alternativen, bzw. Ergänzungen vor denen man sich nicht verschliessen sollte. Eine davon ist sicherlich das „Identity-Marketing“. In der Schweiz sticht ein Unternehmen ganz besonders heraus und macht neugierig... http://bit.ly/2zYWsIo

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