10.09.2017

Digitalswitzerland

Digitaler Aktionsplan nimmt erste Formen an

Am Digitaltag vom 21. November werden Umsetzungsprojekte präsentiert. Bereits bekannt sind die Handlungsfelder des Aktionsplans.
Digitalswitzerland: Digitaler Aktionsplan nimmt erste Formen an
(Bild: Salvatore di Nolfi/Keystone)

Im November 2016 haben anlässlich des ersten von Digitalswitzerland initiierten Workshops die 100 «Digital Shapers» im Beisein von Bundesrat Johann Schneider-Ammann das digitale Manifest erarbeitet. Daraufhin hat sich Digitalswitzerland gemäss Mitteilung darangemacht, dieses zu konkretisieren, terminieren und materialisieren.

«Es braucht optimale Rahmenbedingungen, um das Potential der Digitalisierung zu nutzen. Daher ist ein intensiver Austausch zwischen privaten und staatlichen Akteuren unumgänglich», lässt sich Marc Walder, Initiant von Digitalswitzerland und CEO von Ringier, in der Mitteilung zitieren. Damit diesbezügliche Innovationen in der Schweiz optimal gefördert würden und der Weg für die digitale Transformation in allen Gesellschaftsbereichen gestaltet werden könne, brauche es neben der Initiative der Wirtschaft auch den Willen der Politik. «Wirtschaft und Wissenschaft wollen die digitale Transformation in der Schweiz mit konkreten und koordinierten Umsetzungsprojekten voranbringen», sagt SBB-Chef Andreas Meyer zu den Zielsetzungen des Aktionsplans.

Sechs Handlungsfelder

Für diesen sollen sechs Handlungsfelder mit konkreten Umsetzungsprojekten und Empfehlungen verfolgt werden. Ziel sei es, die gesetzlichen und strukturellen Voraussetzungen zu verbessern.

Beim Bereich «Gesellschaft/Digitaler Wandel» soll die Schweizer Bevölkerung in die Diskussion zur digitalen Transformation einbezogen werden, damit jeder Bürger die Chancen der technologischen Innovation nutzen und die Veränderung bestmöglich meistern kann.

Im Handlungsfeld «Wirtschaft/Ökosystem/Innovation» geht es darum, dass sich die Wirtschaft nicht nur durch Innovationen weiterentwickeln, sondern sich auch stärker vernetzen müsse. Das digitale Ökosystem mit allen seinen Akteuren müsse auf einen besseren Rückhalt zählen können.

Bei «Bildung/Forschung» sei es das Ziel, die Attraktivität des Wissens- und Wirtschaftsstandortes Schweiz, der Nukleus der digitalen Entwicklung, entsprechend zu fördern.

Im Bereich «Regulierung» gehe es darum, die Politik aktiv miteinzubeziehen, damit diese mit Überzeugung Innovationen fördere und neue Ideen nicht mit regulatorischen Hürden verhindere.

Die Infrastruktur – von leistungsfähigen Netzen bis hin zu einer liberalen Datenpolitik – ist das Rückgrat der digitalen Transformation, wie es weiter heisst. Dies steht beim Handlungsfeld «Infrastruktur/Datenpolitik» im Vordergrund.

Beim Bereich «Cyber Security» geht es gemäss Digitalswitzerland darum, dass diese jüngste Dimension von Sicherheit den entsprechenden Stellenwert in Politik und Verwaltung erhalten und mit zusätzlichen Massnahmen gewährleistet werden müsse.

Berührungspunkte mit «Beirat Digitale Transformation»

In diesen sechs Handlungsfeldern werden auch hochrangige Fachleute aus der Bundesverwaltung ihren Input und wichtigen Perspektivenwechsel einbringen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Es seien bis November diverse Arbeitsschritte geplant. In interdisziplinären Themengruppen sollen nun konkrete Umsetzungsprojekte ausgearbeitet werden. Am 3. Oktober 2017 würden die kürzlich erkorenen «Digital Shapers» in einem breit angelegten Workshop die entwickelten Projekte reflektieren und vertiefen.

Die Handlungsfelder des digitalen Aktionsplans haben Berührungspunkte mit dem «Beirat Digitale Transformation», der von Bundespräsidentin Doris Leuthard und Bundesrat Johann Schneider-Ammann eingesetzt wurde und im Juni 2017 seine konstituierende Sitzung abhielt. Um das Synergiepotential zu nutzen, würden eine Koordination und Zusammenarbeit zwischen dem Beirat und dem digitalen Aktionsplan stattfinden. (pd/tim)

 



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Kommentare

  • Christoph Glauser, 11.09.2017 07:58 Uhr
    Es sind die falschen Themen, welche bei dem Programm Digitale Schweiz eingesetzt werden. Das kann man auf der Find-Maschine von ArgYou ganz genau nachmessen. Die Benutzerinnen und Benutzer interessieren sich viel mehr für die Chancen und für das Zukunftspotenzial von den neuen Technologien und viel weniger für Cyber-Kriminalität oder Rechtslegung. Bis jetzt ist dieses Projekt ein Papiertieger, der zu stark von der Verwaltung und von der Politik beeinflusst wird und viel zu wenig von den Menschen, die mit der Digitaliserung vertraut gemacht werden sollen. Christoph Glauser, Politologe und Medienwissenschfatler.

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