15.07.2017

Innovation in der Schweiz

Roche, Logitech und Swisscom an der Spitze

Gemäss einer Studie der Universität St. Gallen über die innovativsten Unternehmen aus Management-Perspektive gibt es ein neues Führungstrio.

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Die Firmen Roche, Logitech und Swisscom führen das neueste Innovationsranking an. Sie lösen damit das Spitzentrio von 2012 Swatch, Nestlé und Novartis ab, die sich nun auf den Plätzen 4 bis 6 befinden. Pharma und IT werden damit 2017 als innovativer wahrgenommen als Konsum- und Luxusgüter, wie es in einer Mitteilung heisst. Es wurden 526 Führungskräfte in der Schweiz befragt.

Die erstplatzierte Roche investierte 2015 8,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Der Pharmakonzern zeichnet sich in der Wahrnehmung der Studienteilnehmer insbesondere durch seine innovativen Produkte aus. Logitech und Swisscom sind mit den Plätzen zwei und drei die Aufsteiger des Rankings.

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Die beiden Anführer des Rankings 2012, Swatch und Nestlé, finden sich weiterhin in den Top 5. Jetzt allerdings auf den Plätzen vier und fünf. Beide Unternehmen werden aufgrund ihrer Produkte und des Kundenerlebnisses als innovativ bewertet. Bei Nestlé wirkt der Nespresso-Effekt immer noch nach. Das Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis auf Platz sechs und der Schweizer Elektrokonzern ABB auf Platz acht sind leicht zurückgefallen.

Neben der Digitalisierung prägt auch das Trendthema Mobilität das Schweizer Ranking. Stadler Rail hat seinen Platz neun von 2012 verteidigt. Neu eingestiegen in das Ranking sind in diesem Zusammenhang die Schweizerische Post auf Platz elf und die SBB auf Platz 15. Immer noch zu den als am innovativsten wahrgenommenen Unternehmen der Schweiz gehören die beiden grössten Detailhändler Migros und Coop. Allerdings haben beide Plätze verloren und befinden sich neu auf den Plätzen 7 und 14. Beide Handelsunternehmen werden vor allem hinsichtlich Kundenerlebnis und Nachhaltigkeit als innovationsstark beurteilt.

Kommunikation ist bedeutsam

«Damit ein Unternehmen als innovativ wahrgenommen wird, muss diese Innovativität auch kommuniziert werden. Kommunikation ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für den Aufbau eines Innovationsimages», wird Tobias Händler, CEO von Scholz & Friends Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Beispielsweise wird die Post insbesondere aufgrund intensiv kommunizierter Themen wie des Shuttle-Service mit dem selbstfahrenden Postauto und den Tests von Drohnen für den Lieferservice sowie die Digitalisierung von Geschäftsprozessen als innovativ wahrgenommen.

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Faktisch gehört die Schweiz weltweit zu den innovativsten Ländern. Sie belegt beispielsweise auf der Rangliste des Global-Innovation-Indexes 2016 den ersten Platz. Gleichzeitig befindet sich gemäss einer Studie der Boston Consulting Group kein Schweizer Vertreter unter den Top 50 der weltweit als am innovativsten wahrgenommenen Unternehmen – bis 2014 lag immerhin noch Nestlé in den Top 50.

Für den Erfolg von Unternehmen ist die Wahrnehmung als innovativ aber wichtig, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen. Von besonderer Bedeutung ist die wahrgenommene Innovativität eines Unternehmens für die Kaufabsicht und Loyalität der Kunden und für die Rekrutierung und Loyalität von Mitarbeitern.

Aus diesem Grund erhoben das Center for Innovation der Universität St. Gallen (CFI-HSG), HTP St. Gallen, die DHBW Karlsruhe sowie Scholz & Friends Schweiz 2017 zum dritten Mal nach 2009 und 2012 ein Ranking hinsichtlich der wahrgenommenen Innovationskraft Schweizer Unternehmen.

Die vollstädige Studie kann kostenlos per E-Mail bezogen werden. (pd/cbe)



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