11.01.2018

Iakom

So präsent sind TV-Sender auf Social Media

Mit einem neuen Ranking Tool lassen sich die Aktivitäten von über 70 Fernsehsendern miteinander vergleichen. Dabei wird ersichtlich, dass die Sender unterschiedliche Strategien verfolgen.

Das Forschungsinstitut Iakom, ein Spin-Off der Universität Zürich, lanciert ein eigens entwickeltes Social Media Ranking für die Fernsehbranche. Mit Hilfe des kostenlosen Rankings können die Aktivitäten von über 70 Fernsehanstalten aus dem DACH-Raum auf Social-Media-Plattformen wie Youtube, Twitter, Facebook oder Instagram verglichen werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Für das Ranking werden laut eigenen Angaben weit über 2000 redaktionelle Social-Media-Kanäle – sogenannte Outlets – beobachtet. Diese grosse Zahl an Outlets zeige, dass fast alle TV-Veranstalter auf den Social-Media-Zug aufgesprungen seien, heisst es weiter.

Das Ranking erlaubt zwei Arten von Sortierungen. Für das Engagement-Ranking misst das Tool die Anzahl an Favorites, Likes, Kommentare, Tweets und Retweets auf den sozialen Kanälen der Sender und macht diese so vergleichbar.

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Für das Play-Ranking misst das Tool die Anzahl der von den Social-Media-Plattformen selbst ausgewiesenen Abspielvorgänge und weist sie den Sendern zu.

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War bisher eine Vergleichbarkeit bisher oft nur stichprobenartig möglich, werde jetzt mit Hilfe des Rankings sichtbar, dass die Fernsehanbieter durchaus unterschiedliche Strategien verfolgen und auch mit sehr unterschiedlichen Inhalten ihre Zuschauer zur Interaktion bewegen würden, heisst es in der Mitteilung. Hier ermögliche das Tool pro Sender die Beiträge mit der höchsten Interaktion einzusehen und ausserdem den Zeitverlauf zu studieren.

Allerdings betont Iakom, dass aufgrund des immer stärkeren Reichweiten-Wettbewerbs zwischen Fernsehen und Online im Ranking die Anzahl von Plays viel schwächeren Kriterien genügt als zum Beispiel die Netto-Reichweite im Fernsehen. Die Anzahl Plays basiere auf Eigendeklaration der Social-Media-Plattformen und sei nicht wie die Fernseh-Nutzungsdaten neutral von Externen erhoben. Zudem würde bei der Brutto-Ausweisung von Plays lediglich die Anzahl Abspielvorgänge und nicht die Anzahl der Zuschauer gemessen, was oft zu viel höheren Zahlen führe. (pd/cbe)



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