03.02.2017

#everysecondcounts

Auch die Schweiz stellt sich Donald Trump vor

In einem Video über die Vorzüge der Schweiz kommt unter anderem das Ex-Bond-Girl Ursula Andress vor. Der Clip geht viral: Bis am Sonntagabend wurde «Switzerland Second» auf der Videoplattform Youtube über 6,5 Millionen Mal angeschaut.

«Wir haben grosse, dicke Berge. Wir sind nicht flach, wie zum Beispiel die Niederlande. Die sind so flach, es ist eine totale Katastrophe», heisst es im vom Schweizer Fernsehen SRF am Freitag veröffentlichten Video.

Ursprünglich stammt die Idee dazu aus den Niederlanden. Ein TV-Satiriker stellte sein Land dem neuen US-Präsidenten vor und schliesst mit den Worten: «America first, the Netherlands second» – «Zuerst die USA, als zweites die Niederlande».

Das Video wurde Mitte Januar zum Internethit. Jetzt ziehen die Schweiz und andere Länder nach. Aufgerufen dazu hatte der deutsche TV-Moderator Jan Böhmermann, der auch einen entsprechenden Clip zu Deutschland produziert hatte. Auf der Seite www.everysecondcounts.eu sind die Clips zu sehen.

Das Schweizer Video stammt vom Team um Dominic Deville, der eine Late-Night-Show im Schweizer Fernsehen SRF moderiert (lesen Sie dazu auch das Interview mit Dominic Deville). Bis am Sonntagabend (Stand 22 Uhr) wurde der Clip auf der Videoplattform Youtube über 6,5 Millionen Mal angeschaut – deutlich mehr als Böhmermanns Clip. Nur das Original aus Holland hat mehr Views.

«Keine Mexikaner»

Neben den Bergen preist das Video auch die Schweizer Frauen an – mit einem Einspieler von Bond-Girl Ursula Andress. Danach prahlt der englischsprachige Kommentator ganz in Trump-Manier, die Schweiz habe Frauen bis 1971 nicht wählen lassen.

Das Video beruhigt Trump: «Die Schweiz ist sehr sicher. Es gibt hier keine Mexikaner». Zudem habe die Schweiz das beste Militär. Deshalb schicke man dem Papst «die besten Kämpfer», «harte Kerle» mit «great style» – im Video sind die Schweizergarden in ihren bunten Uniformen zu sehen.

Zum Schluss bittet die Schweiz, analog den Niederländern: «Die USA zuerst, als zweites die Schweiz.» Die Schweiz wolle dabei nicht einmal Trumps Geld. Sie habe nämlich bereits Geld. (sda/frt)

 



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Kommentare

  • Hank Chinaski, 04.02.2017 01:42 Uhr
    Absolut brilliant, gebt den Machern bitte sofort den Schweizer Pass, ich spendiere das Fondue
  • Dave Lübke, 05.02.2017 10:35 Uhr
    Einfach nur noch peinlich und zum Fremdschämen. Die Idee war gut, als sie frisch war. Mal wieder typisch Schweizer Late-Night-Niveau. Wir könnens einfach nicht.
  • Yves Seiler, 06.02.2017 09:42 Uhr
    An Dave Lübke: Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Schaut man sich alle Videos (hier die Übersicht http://www.seilers-werbeblog.ch/everysecondcounts/) an, dann gehört das Schweizer Video zu den besten aller Beiträge. 12 Points. Great!

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