26.11.2017

Roger Köppel

Keiner fehlt so oft im Nationalrat

Der «Weltwoche»-Herausgeber hat im Parlament durch Abwesenheit geglänzt. Er ist laut «NZZ am Sonntag» ein «Dreiviertel-Rat». Schuld für sein häufiges Fehlen war eine «Leerlauf-Session», so seine Begründung.
Roger Köppel: Keiner fehlt so oft im Nationalrat
An der Herbstsession der eidgenössischen Räte war er anwesend: Der Zürcher SVP-Nationalrat Roger Köppel. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Die Liste der Abstimmungsschwänzer im Nationalrat wird vom Zürcher SVP-Politiker und «Weltwoche»-Herausgeber Roger Köppel angeführt. Wie die «NZZ am Sonntag» errechnete, liess Köppel von den 2244 Abstimmungen, die der Rat in der laufenden Legislatur bisher durchgeführt hat, 539 unentschuldigt aus – fast jede vierte. Er lag damit klar vor BDP-Gründer Hans Grunder (BE) und dem Grünliberalen Martin Bäumle (ZH).

Umgekehrt werde laut NZZaS auch die Liste der fleissigsten Knopfdrücker von SVP-Vertretern angeführt: Es sind Andrea Geissbühler (BE), Barbara Keller-Inhelder (SG) und Nadja Pieren (BE), die nur zwei bis fünf Mal grundlos fehlten.

Köppel wollte gegenüber der Zeitung keine Stellung nehmen.

Begründung folgte im «SonnTalk»

Im «SonnTalk» bei Markus Gilli auf TeleZüri, Tele M1 und TeleBärn begründete er seine häufigen Abwesenheiten so: «Ich werde nicht von einer Gewerkschaft freigestellt und bezahlt, um in Bern sitzen zu können.» Zudem habe es vor den Sommerferien «eine völlige Leerlauf-Session» gegeben – «mit 90 Prozent parlamentarischen Vorstössen, die zu 90 Prozent abgelehnt wurden». Diese Session habe seinen Schnitt nach unten gedrückt. Das sei eine «reine Beschäftigungstherapie auf Kosten der Steuerzahler» gewesen. «Da habe ich nicht mitgemacht.» Köppel habe dafür auch keine Gelder kassiert und so das Steuerbudget entlastet, sagte er weiter. (sda/cbe)

 

 



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