13.02.2018

Rainer Stadler

NZZ-Redaktor macht PR für Sechseläutenplatz

Seit vier Jahren hält der Medienjournalist Alltags-Episoden vor seinem Bürofenster fotografisch fest.
Rainer Stadler: NZZ-Redaktor macht PR für Sechseläutenplatz
Der Sechseläutenplatz erzählt Alltags-Episoden, die NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler mit seinem iPhone festhält. (Bild: Rainer Stadler)

Wer @sarsarsar auf Twitter folgt, erhält vom NZZ-Medienjournalisten Rainer Stadler nicht nur Artikelempfehlungen, sondern auch in unregelmässigen Abständen Bilder vom Zürcher Sechseläutenplatz. Im jüngsten Tweet vom Dienstag freut er sich über das schöne Wetter:


Auch in früheren Tweets hielt Stadler jeweils fest, was sich vor seinem Bürofenster abspielte:


Begonnen hatte alles vor vier Jahren: Zeitgleich mit der Umgestaltung der damaligen Sechseläutenwiese in einen Platz, bezog Stadler bei der NZZ ein neues Büro. «Die neue und prächtige Aussicht, die ich vorher überhaupt nicht hatte, weckte natürlich die Neugierde», sagt er auf Anfrage von persoenlich.com. «Wenn ich nicht in den Computer starre und beim Schreiben nachdenke oder wenn ich telefoniere, schaue ich durchs Fenster auf den Platz, der nicht nur schön ist, sondern auch nette Alltags-Episoden erzählt.»


Diese Alltags-Episoden begann Stadler zu dokumentieren und kommentieren. «Keine Freude bereitete mir die Belegung durch Veranstalter mit ihren Zelten, Blechkarossen und Holzhütten. Die Menschen werden dadurch verdrängt.» Man könne auch aus der Vogelperspektive erkennen, wie sehr die Menschen den Platz schätzen würden. Seine Fotodokumentation sei eigentlich auch ein Dankeschön an die Steuerzahler, die das finanziert haben. Viel Aufwand seien die sporadischen Shootings nicht. «Diese Sechseläutenplatz-Öffentlichkeitsarbeit ist in ein, zwei Minuten erledigt, der Arbeitgeber muss sich also keine Sorgen machen. Vielmehr beflügelt sie das Herz», so Stadler weiter.

Seine Follower auf Twitter – und auch auf Facebook – haben sich längst an die regelmässigen Posts gewöhnt. «Manchmal – wenn ich mehrere Tage nicht fotografiert habe – kommen auch Ermunterungen, ich solle wieder mal ein Bild verschicken.» Stadler lässt sich das dann nicht zweimal sagen. «Bedürfnisse muss man ja befriedigen, wie der zeitgenössische Journalist weiss.» (cbe)



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