16.05.2017

Prix Walo

Patricia Boser wehrt sich gegen Vorwürfe

Der «Blick» unterstellt der TV-Moderatorin, sich an der Preisverleihung Prix Walo über liebessuchende Bauern lustig gemacht zu haben. «Völlig aus der Luft gegriffen», sagt die 49-Jährige zu persoenlich.com.
Prix Walo: Patricia Boser wehrt sich gegen Vorwürfe
Kann die Aufregung um ihre Laudatio beim Prix Walo nicht verstehen: Patricia Boser. (Bild: zVg.)
von Christian Beck

«Eklat beim Prix Walo», hiess es am Montag auf Blick.ch. Ausgerechnet die ehemalige Kupplerin der Nation, Patricia Boser, mache sich über die liebessuchenden Bauern von «Bauer, ledig, sucht…» lustig. Gemeint ist Bosers Anmoderation zur Prix-Walo-Kategorie «TV-Produktion».

 

Das Publikum habe sich am Sonntagabend im Zürcher Kongresshaus gestört an der Aussage «Fremdschämen inklusive» und habe sie schliesslich ausgebuht, schreibt der «Blick» weiter. persoenlich.com weiss von Anwesenden im Saal: Gebuht haben etwa fünf Personen. Es waren die gleichen Personen, die zuvor applaudierten, als Boser den Sender 3+ erwähnte. Weiter quittierte der «Blick» den Begriff «Möchtegern-Bäuerinnen» im Artikel mit «Autsch».

«Diese Vorwürfe sind absolut lächerlich. Gerade mir als langjährige Moderatorin einer Kuppelsendung ist es am Wichtigsten, wenn sich zwei Menschen lieben, egal auf welchem Weg», sagt Patricia Boser, die während acht Jahren «ZüriDate»/«SwissDate» moderierte, auf Anfrage von persoenlich.com. «Der Artikel ist völlig aus der Luft gegriffen». Vermutlich habe die Autorin des Artikels nicht verstanden, was sie mit «Möchtegern-Bäuerinnen» überhaupt gemeint habe. «Gemeint waren die Möchte-gerne-eine-Hofdame-sein», so Boser, «aber in so einer Laudatio bleibt eine Minute Zeit, um drei TV-Produktionen anzutexten. Da muss man sich kurz halten.»

«‹Fremdschämen› hat nichts Negatives»

Auch der Begriff «Fremdschämen» habe für Boser nichts Negatives. «Ich bin schon jahrelang im Boulevard zu Hause. So ein Format lebt ja davon, dass die Zuschauer mitleiden», sagt die Zürcherin, die auf diversen Privatsendern durch die Sendungen «Lifestyle» und «Boser & Böser» führt. «Bauer, ledig, sucht…» sei eine grandiose Produktion. «Ich war immer die Erste, die sagte, wenn TeleZüri mal ein solches Format macht, würde ich dieses gerne moderieren.»

Zudem ist Boser selber «im Umfeld von Bauern und Bäuerinnen» gross geworden. Sie habe ihre Kindheit im Tessin verbracht und viel gelernt – vom Heuen übers Melken bis zum Reben schneiden. Und ein bisschen war sie auch selber Hofdame: «Ja, ich gebe es zu. Ich hatte mich mal in einen ausgebildeten Bauern verliebt.»

In einem Nachzug lässt auch der «Blick» am späten Dienstagnachmittag Boser zu Wort kommen. «Ich stehe zu dem, was ich sagte, doch ich bin missverstanden worden», sagt sie dem Boulevardblatt. Sie habe ihre Aussage mit einem Augenzwinkern gemeint. Boser: «Es tut mir leid, wenn ich jemanden verletzt habe, das war ganz und gar nicht meine Absicht.»

«Bauer, ledig, sucht…» ging am Sonntag beim Prix Walo leer aus. Die Auszeichnung in dieser Kategorie ging an die SRF-Produktion «Gotthard» (persoenlich.com berichtete).

 



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