10.01.2018

No Billag

Die kürzesten Kinospots der Schweiz

Frank Bodin hat sie über Weihnachten angekündigt, nun sind sie fertig: Die Werbespots, die der Zürcher Werber für Cinésuisse konzipiert hat. Mit dabei sind: Bruno Ganz, Tonia Maria Zindel oder Seven.
No Billag: Die kürzesten Kinospots der Schweiz
Nach drei Sekunden kommt schon das Blackout. (Bild: Screenshot Film mit Bruno Ganz)

Weil durch eine Annahme der Initiative auch viele Filmschaffende betroffen wären, treten Cinésuisse, der Dachverband der Schweizer Film- und Audiovisionsbranche, und seine Mitglieder sowie zahlreiche weitere Verbände aus der Kommunikationswirtschaft «entschieden gegen diese schädliche Initiative ein», wie sie in einer Mitteilung schreiben. Unterstützung in Form von Strategie und Kreation erhalten sie von der Agentur Havas, für deren CEO Frank Bodin dieses Engagement eine Herzensangelegenheit ist (persoenlich.com berichtete).

Ein Abstimmungs-Aus des Schweizer Radios und Fernsehens würde im doppelten Sinne ein Blackout bedeuten, so die Macher: «Ein Blackout für die SRG und ein Blackout für die Schweiz». Die von Havas für die Cinésuisse konzipierte Kampagne nimmt genau dies auf: In Kürzestspots mit beliebten Schweizer Persönlichkeiten wird dem Publikum vor Augen geführt, was ein Blackout bedeutet. Beispielsweise sieht man Bruno Ganz, wie er gerade zu einem Monolog ansetzt; kaum begonnen, flackert das Bild kurz und wird dann schwarz, als ob ein Fernseher abrupt abgeschaltet würde. Drei lange Sekunden sieht der Zuschauer nichts bis die Auflösung folgt: «Nein zum Blackout. Nein zu No-Billag.»

Zahlreiche Schweizer Persönlichkeiten hätten sich sofort für die Kampagne zur Verfügung gestellt, heisst es in der Mitteilung weiter. Darunter die Schauspieler Bruno Ganz, Joel Basman, Stefan Gubser und die Schauspielerin Tonia Maria Zindel. Aber auch Musiker wie Stefanie Heinzmann und Seven sind zu sehen.

Produziert wurden die Spots von Cinésuisse. Die Spots laufen ab 11. Januar in den meisten Kinos der Deutschschweiz. In den sozialen Medien werden sie jeweils mit zusätzlichen Argumenten gegen die Initiative ergänzt, so steht auf einem Chart zur Bündnerin Tonia Maria Zindel: «Ohne Schweizer Radio und Fernsehen stünden unsere vier Landessprachen nirgends mehr auf dem Programm.» Oder bei Stefanie Heinzmann: «Ohne Schweizer Radio und Fernsehen ginge ein Stück Schweiz verloren.» 

Die bekannten Protagonistinnen und Protagonisten sollen nur den Auftakt der Kampagne machen. Schliesslich gehören die Schweizer Radio- und Fernsehkanäle uns allen und spielt die gesamte Schweizer Bevölkerung darin eine Rolle. Darum werden die Menschen via soziale Medien aufgefordert, selbst Blackout-Spots zu machen. Darüber hinaus steht das Blackout-Keyvisual, der kleine weisse Punkt in der Mitte entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Schweizerkreuz, zur Verfügung sowie zahlreiche Kleinstanzeigen und Banner mit teils auch «bissigen Texten» wie «Ohne Schweizer Radio und Fernsehen müssten wir das Lauberhornrennen im Österreichischen Fernsehen schauen.» oder «Ohne Schweizer Radio und Fernsehen müssten wir den Bestatter zu Grabe tragen.»

Verantwortlich bei Cinésuisse: Thomas Tribolet (Geschäftsführer); verantwortlich bei Havas: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Patrick Beeli, Sarah Hauenstein, Patrick Bucher (Kreation), Marianne Sauter (Beratung); verantwortlich bei Beck & Friends: Peter Beck (Regie und Produktion). (pd/eh)

 

 



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Kommentare

  • Hans Meier, 12.01.2018 16:33 Uhr
    Schön, wenn man jetzt auch noch den Pfeifton abstellt ist gut und endlich Ruhe :-)

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