Tamedia ficht Vergabeentscheid an

SBB-Werbeflächen - Tamedia und Neo Advertising verlangen vor Bundesverwaltungsgericht, dass die Vermarktung der SBB-Werbeflächen neu ausgeschrieben wird. Der Zuschlag an die APG sei aufzuheben.

Im Januar 2017 hatte die SBB die Vermarktung all ihrer digitalen und analogen Aussenwerbeflächen ab 2019 öffentlich ausgeschrieben. Neben anderen Aussenwerbeunternehmen bewarb sich auch Tamedia gemeinsam mit der Genfer Neo Advertising. Anfangs November teilte die SBB mit, die APG ab 2019 weiterhin während fünf bis zehn Jahren exklusiv mit der Vermarktung sämtlicher Werbeflächen in Bahnhöfen und Zügen beauftragen zu wollen (persoenlich.com berichtete). 

Überprüfung des Vergabeverfahrens

Nach vertiefter Analyse haben sich Tamedia und Neo Advertising entschieden, gegen den Vergabeentscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen. Dies schreibt Tamedia in einer Mitteilung vom Dienstag. Es soll abgeklärt werden, ob das Vergabeverfahren rechtmässig durchgeführt und die von der SBB festgelegten Ausschreibungsbedingungen eingehalten wurden.

Tamedia und Neo Advertising beantragen deshalb beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung des Zuschlags an die APG und eine Neuausschreibung der Vermarktung der SBB-Aussenwerbeflächen. «Damit sollen alle potentiellen Kandidaten eine faire Möglichkeit erhalten, sich in einem transparenten Verfahren um die Vermarktung der SBB-Aussenwerbeflächen zu bewerben», heisst es in der Mitteilung. 

Tamedia übernimmt Mehrheit an Neo Advertising

Auf den 1. Januar 2018 übernimmt Tamedia die Mehrheit der Neo Advertising SA mit Sitz in Genf. Dadurch sollen die Werbekunden medien- und plattformübergreifende Kampagnen einfacher buchen können, so die Begründung von Tamedia (persoenlich.com berichtete). Die Wettbewerbskommission hatte der Übernahme Anfang September 2017 zugestimmt.

Bei den SBB-Aussenwerbeflächen handelt es sich laut Tamedia um den grössten Vermarktungsauftrag in diesem Bereich in der Schweiz. (pd/eh)