10.11.2017

Promarca Forum

Warum moderne Führungskräfte Könige sind

Die Veranstaltung in Interlaken hat unter dem Motto «Leadership: Vorsprung durch Resilienz» gestanden.
Promarca Forum: Warum moderne Führungskräfte Könige sind
«Moderne Führungskräfte sind Könige – keine Krieger», sagte Wolfgang Jenewein in seinem Referat. (Bild: Promarca/M. Stahl)

Durch die Digitalisierung und Globalisierung befinden sich Unternehmen heute in einem zunehmend volatilen und komplexen Geschäftsumfeld. Dadurch steigen die Anforderungen an Führungskräfte. Darüber waren sich die rund 120 Entscheidungsträger der Schweizer Markenartikelindustrie am diesjährigen Promarca Forum vom 9. und 10. November einig. Doch welche Arten der Führung sind im digitalen Zeitalter gefordert? Wie können Führungskräfte Resilienz entwickeln, um den hohen Belastungen standzuhalten? Welche Führungsansätze sind in Extremsituationen erfolgreich? Die Referenten aus Wissenschaft und Praxis lieferten mögliche Antworten, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Digitalisierung und Globalisierung haben ein sich ständig veränderndes und komplexes Geschäftsumfeld zur Folge. Dies erfordert auch eine neue Art der Führung. «Moderne Führungskräfte sind Könige – keine Krieger», erklärte Wolfgang Jenewein die neue Führungskultur. «Anstatt jede Schlacht selbst zu schlagen sollten sie die Mitarbeiter dazu befähigen, es für sie zu tun.» Aber nicht nur die Art der Führung, auch die Zusammenarbeit im Unternehmen verändert sich: «Die Unternehmen sollten raus aus dem Silodenken, und hin zur Schwarmintelligenz», forderte Jenewein auf. Indem sich Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen und Hierarchiestufen austauschen, entstehen sogenannte «intelligente Schwärme». Nur diese seien in der Lage, das komplexe Umfeld zu absorbieren.

Mut zum Risiko

Enrique Steiger hat als Plastischer Chirurg zahlreiche humanitäre Einsätze in Konfliktregionen durchgeführt und weiss, welche Führungseigenschaften unter Extrembedingungen entscheidend sind. «Ein motivierter Altruist mit erfolgreich absolviertem Universitätsstudium reicht bei weitem nicht, um in einer humanitären Mission erfolgreich mitzuwirken.» Vielmehr bedinge es eine kollektive Teamführung und eine gewisse Bereitschaft, bei Misserfolg persönlich die Verantwortung zu übernehmen. «In einem überregulierten und bürokratischen Umfeld ist der Mut zum Risiko immer seltener anzutreffen», stellte Steiger ernüchternd fest.

Wie gelingt es einer Führungskraft inmitten dieses stressigen Umfelds ihr Potenzial maximal zu entfalten? «Die Verbindung von Körper und Geist ist der Schlüssel», zeigte sich Zen-Meditationslehrer und Unternehmer Martin Jäger überzeugt. Ist der Körper mit dem Geist verbunden, haben wir eine alltagstaugliche Resilienz, welche uns erlaubt, in stürmischen Zeiten gelassen und kraftvoll zu sein. Resiliente Menschen sind die erfolgreicheren Leader – davon zeigte sich auch Roy Bruderer überzeugt. Der OK- Präsident von «Tortour» stellte fest, dass sowohl erfolgreiche Sportler als auch Führungskräfte höchst resiliente Menschen sind. (pd/cbe)

 



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