02.11.2017

SP Graubünden

Appell gegen eine Kooperation mit der BaZ

Bündner Persönlichkeiten fordern von Somedia, die Zusammenarbeit mit der «Basler Zeitung» einzustellen. Ziel des Appells ist es, dass die Leser der «Südostschweiz» eine Stimme erhalten.
SP Graubünden: Appell gegen eine Kooperation mit der BaZ
Die Bündner SP wehrt sich gegen einen «rechtspopulistischen Thesenjournalismus» und fordert Somedia auf, die Zusammenarbeit mit der «Basler Zeitung» zu beenden. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Die Medienlandschaft in der Schweiz ist im Umbruch und der finanzielle Druck auf die Zeitungsverlage wächst. Einige Verlage würden dabei nicht finanzielle, sondern politische Ziele verfolgen – so die «Basler Zeitung», heisst es in einer Mitteilung der SP Graubünden.

Die Ankündigung, dass die Somedia eine redaktionelle Zusammenarbeit mit der «Basler Zeitung» prüft, hat laut der Mitteilung zu grosser Besorgnis geführt. «Unabhängiger und eigenständiger Journalismus in unserer Region sind gefährdet», heisst es weiter. Die SP Graubünden lanciert darum zusammen mit 18 Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Journalismus und Wirtschaft einen «Appell zur Rettung eigenständiger Medien in der Südostschweiz». Dieser richtet sich an Somedia-Verleger Hanspeter Lebrument. «Wir appellieren an Hanspeter Lebrument, die Zusammenarbeit einzustellen und sich für starke, eigenständige und freiheitliche Medien in der Südostschweiz einzusetzen», schreibt die SP am Donnerstag.

Ziel des Appells sei es, dass die Leser der Zeitung «Südostschweiz» eine Stimme erhalten. Den Erstunterzeichnenden seien unabhängige Medien etwas Wert. «Sie wollen keinen rechtspopulistischen Thesenjournalismus, sondern unabhängige Bericherstattung über die Welt und die Schweiz aus Bündner- und Glarnersicht», so die Partei.

Unter den Erstunterzeichnern sind nebst Politikern auch Köbi Gantenbein, Chefredaktor und Verleger von «Hochparterre», sowie Hans Caprez, ehemaliger Redaktor beim «Beobachter». (pd/cbe)

 



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Kommentare

  • Hans Rölli, 02.11.2017 19:15 Uhr
    Ganz klar ein Vorgang, gegen den man sich wehren muss. Die Blocherisierung der Schweiz ist schon zu weit fortgeschritten.
  • Nico Herger, 03.11.2017 07:50 Uhr
    Immer wieder interessant, zu sehen, wie sich Aussenstehende, die vermutlich zum grossen Teil nicht einmal Abokunden sind, in die Geschäftspolitik von privaten Medien einmischen. Es sind dieselben links"liberalen" Kreise, die es absolut unproblematisch finden, dass Personen, die entweder kein entsprechendes Gerät haben oder die grossteils überflüssigen 7 TV- und 17 Radioprogramme des Staatssenders nicht nutzen, jährlich eine hohe Gebühr unter Androhung von Zwangsvollstreckung abzuliefern haben.

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