13.08.2017

SRF

Darum ist «10vor10» ausgefallen

Zum ersten Mal in der Geschichte ist eine Sendung des SRF-Nachrichtenmagazins nicht ausgestrahlt worden. Verantwortlich dafür war eine Störung am Video-Schnittsystem der News-Sendungen, wie TV-Chefredaktor Tristan Brenn auf Anfrage erklärt.
SRF: Darum ist «10vor10» ausgefallen
Musste das Gespräch mit FDP-Bundesratskandidatin Isabelle Moret auf später verschieben: SRF-Moderatorin Susanne Wille. (Screenshot Twitteraccount von Suanne Wille)
von Tim Frei

Eine TV-Sendung, die nicht ausgestrahlt werden kann – ein solcher Alptraum kommt glücklicherweise selten vor. Am Donnerstagabend war es aber soweit: SRF-Moderatorin Susanne Wille musste bei der Begrüssung von «10vor10» bekanntgeben, dass die Sendung aufgrund technischer Probleme ausfalle (persoenlich.com berichtete). Dabei hat es sich um den ersten Ausfall des Nachrichtenmagazins gehandelt, wie Tristan Brenn, TV-Chefredaktor von SRF, auf Anfrage von persoenlich.com bestätigt.

«Beim Video-Schnittsystem der News-Sendungen ist eine Störung aufgetreten», erklärt Brenn. Aus diesem System würden im Normalbetrieb alle News-Beiträge erstellt und in die Sendung eingespielt. Dies sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen.

Auch Studiowechsel hätte nicht geholfen

Eine Übertragung aus einem anderen Studio hätte offenbar nichts gebracht. «Die technischen Probleme hatten nichts mit dem Studio zu tun, dieses hat einwandfrei funktioniert», so Brenn weiter.

Die Störung hat laut Brenn um 21:11 angefangen. Durch den Ausfall des Schnittsystems habe die Sendung nicht ordentlich vorbereitet und bereitgestellt werden können. «‹10vor10› hätte nicht einen einzigen Beitrag ausstrahlen können», betont Brenn. Darum hätten sie sich entschieden, die Sendung ausfallen zu lassen und stattdessen die «Tagesschau»-Hauptausgabe zu wiederholen.

Nach Auftreten der Störung hätten SRF-Techniker unter Hochdruck am Problem gearbeitet. «Die ‹Tagesschau Nacht›, die auch über dieses System bearbeitet wird, konnte anschliessend wieder ohne Probleme produziert und regulär ausgestrahlt werden», betont Brenn.

Auf die Frage, was SRF tut, um solche Ausfälle in Zukunftn zu verhindern, sagt Brenn: «Unsere technischen Systeme werden sehr sorgfältig gewartet und überwacht». Er fügt an: «Das bei uns eingesetzte System wird in dieser Konfiguration von vielen TV-Anstalten weltweit eingesetzt und funktioniert äusserst zuverlässig». Zurzeit werde die genaue Fehleranalyse von Spezialisten des Herstellers und von TPC mit grösster Priorität vorangetrieben.

 

 



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Kommentare

  • J. Fink, 13.08.2017 00:48 Uhr
    Könnte es sein, dass jemand einen bestimmten Beitrag verhindern wollte und einen Hacker beauftragt hat, eine Panne zu verursachen?

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