13.09.2017

SRF

Durcheinander wegen Birchermüesli-Test

Ein Beanstander hat einen «Kassensturz»-Beitrag kritisiert. Diese Kritik beruhte jedoch auf Verwechslungen, schreibt der Ombudsmann Roger Blum. Ganz nebenbei erfährt man in der Stellungnahme auch die Birchermüesli-Vorlieben von Blum.
SRF: Durcheinander wegen Birchermüesli-Test
Der «Birchermüesli-Test» beim Kassensturz lief laut Ombudsmann Roger Blum korrekt ab. (Bild: Screenshot SRF)
von Christian Beck

Die SRF-Konsumentensendung «Kassensturz» zeigte am 18. April 2017 einen Test von Fertig-Birchermüesli. Ein Beanstander kritisierte darauf die Testkriterien. Einerseits sei der Test zu stark auf den Geschmack ausgelegt gewesen, andererseits sei auch ein frisch zubereitetes Birchermüesli mitgetestet worden, moniert der Zuschauer. Und zudem sei in der Jury eine «Angestellte von Sprüngli» vetreten gewesen – «und ihr Müesli gewinnt». Das alles sei weit weg von objektivem Journalismus.

Im «Kassensturz»-Beitrag seien zwei Punkte leicht missverständlich gewesen, schreibt Ombudsmann Roger Blum in seiner Stellungnahme. «Doch wenn man genau hinguckte, war alles klar». So hat der Versuchsleiter Patrick Zbinden zwar ein «Birchermüesli» nach dem Originalrezept vorbereitet und alle kosteten es. «Aber dieses Original-Müesli war nicht Teil des Tests, und Patrick Zbinden war auch nicht Mitglied der Jury», so Blum. Und die Konditorin Nina Vogel aus Chur war Mitglied der Jury, aber ihr eigenes «Birchermüesli», das sie Tag für Tag in der Konditorei Maron zubereitet, war nicht Gegenstand des Tests.

Es sei darum weder richtig, dass ein «frisch zubereitetes» Müesli gewann, noch, dass die Mitarbeiterin des Sieger-Müeslis Mitglied der Jury gewesen sei. «Sie verwechseln das Sprüngli-Müesli mit dem Maron-Müesli, und Sie haben übersehen, dass das Müesli nach dem Original-Rezept gar nicht mitgetestet wurde», schreibt Blum dem Beanstander.

Auch wenn eine Degustation einen subjektiveren Charakter als ein chemischer Labortest habe, sei alles korrekt verlaufen. «Die Degustation erfolgte nach nachvollziehbaren Kriterien», so Blum. Das Publikum sei in keiner Weise manipuliert worden. Der Ombudsmann kann keine programmrechtlichen Verstösse erkennen.

Ganz nebenbei erfährt der Leser der Stellungnahme, wie Roger Blum sein Birchermüesli am liebsten mag: «Bei mir müssen in Abweichung vom Originalrezept immer auch Bananen drin sein, aber nicht unbedingt Nüsse.»



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