23.05.2016

Fritz+Fränzi

«Immer mehr junge Eltern suchen im Netz nach Informationen»

Chefredaktor Nik Niethammer spricht im Interview über das überarbeitete Onlineportal des Elternmagazins.
Fritz+Fränzi: «Immer mehr junge Eltern suchen im Netz nach Informationen»
von Matthias Ackeret

Herr Niethammer, das «Schweizer Elternmagazin Fritz+Fränzi» hat seine Website vollständigt überarbeitet. Was ist neu?
Wir haben das Portal rundum erneuert, setzen auf einen deutlich breiteren Seitenaufbau, ein modernes Design und eine elegante Optik. Ausserdem haben wir unsere Seite auf benutzerfreundlich getrimmt.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Seite gestaltet?
Unser Onlineangebot soll zum Verweilen einladen. Wir legen grossen Wert auf eine starke Bildsprache, wie man es sich aus dem Heft gewohnt ist. Mir liegt der Dialog mit unseren Leserinnen und Lesern sehr am Herzen. Neu können unsere Inhalte direkt auf der Webseite kommentiert werden. Ausserdem lassen sie sich auch auf Facebook, Twitter und WhatsApp teilen.

Worauf fokussieren Sie den Inhalt Ihrer Website?
Die Themen bleiben digital dieselben. Fritzundfraenzi.ch kümmert sich um alles, was in der Welt der Eltern wichtig ist. Wir möchten mithelfen, den oft anstrengenden Alltag mit Kindern ein wenig zu erleichtern. Wir geben Antworten zu den drängenden Fragen rund um Familie, Erziehung und Bildung. Und wir versuchen Eltern Halt zu geben, sind ihnen Wegbegleiter in guten wie in schwierigen Zeiten.

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Haben Sie sich an anderen Webseiten orientiert?
Wir haben selbstverständlich im Netz gestöbert und geschaut, wie es unsere Mitbewerbern machen. Entscheidend waren aber die Inputs der Zürcher Webagentur Simplificator. Wir haben mit dem Team um Projektleiterin Sabine Schäuble fünf Monaten lang sehr intensiv zusammengearbeitet und in sogenannten Sprints immer wieder neue Ideen angedacht, ausprobiert und umgesetzt. Einiges wurde auch verworfen oder soll später realisiert werden.

Sie haben neben dem Printprodukt nun eine eigene Online-Redaktion. Konkurrenzieren Sie dadurch Ihr Heft nicht unnötig?
Vorweg: Ich liebe Print. Noch mehr aber liebe ich guten Journalismus. Egal, auf welchem Kanal. Ich glaube, dass wir unser Magazin noch lange auf Papier lesen werden. Wo der Alltag digital wird, bleibt die Sehnsucht nach analoger Qualität: Mechanische Uhren erleben eine Renaissance, ebenso Vinyl-Platten. Wir gönnen uns trotzdem einen neuen Webauftritt, weil sich die Lesegewohnheiten ändern. Im übrigen bin ich davon überzeugt, dass Qualitätsjournalismus auch im Internet seinen Platz und seine Leser findet.

Inwiefern erkennen Sie ein Bedürfnis nach einer Website für Eltern?
Wir stellen fest, dass immer mehr junge Eltern im Netz nach Informationen suchen. Und zwar jederzeit und überall. Wir haben deshalb unsere Website auch für die Nutzung auf Smartphones und Tablets angepasst. Neu sind unsere Inhalte auf allen mobilen Geräten zu Hause.

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Wodurch unterscheiden sich bei «Fritz+Fränzi» die Print- und Onlinebeiträge?
Wir werden wie bisher ausgewählte Inhalte aus dem Heft online anbieten und zusätzlich mit Bildergalerien und Videos anreichern. Wir werden online aber auch eigene Akzente setzen, aktuelle Themen aufgreifen, informieren, kommentieren, einordnen. Dabei können wir auf ein grosses Netzwerk an Fachleuten, Experten und Autoren zurückgreifen, die bereits regelmässig für das Heft tätig sind. Wir werden aber nicht jeder Eilmeldung und jeder aufgeregten Schlagzeile hinterhecheln. Das können und wollen wir nicht leisten.

Ihr Heft hat den Haupttitel «Schweizer Elternmagazin», die Internetseite fritzundfraenzi.ch Gibt es dadurch nicht Verwirrungen?
Ich denke nicht. Wir verwenden im Heft ja weiterhin den Titelzusatz Fritz+Fränzi. Es war deshalb nie eine Option, im Netz eine neue URL zu verwenden. Fritz+Fränzi ist ein gelernter Begriff und steht seit 15 Jahren für Qualität und Kompetenz in Elternfragen. Neu eben auch digital.

Wie viele Leute beschäftigen Sie für das Heft, wie viele für die Onlineseite?
Wir sind ziemlich schlank aufgestellt, produzieren in diesem Jahr zehn reguläre Ausgaben und drei Sonderhefte – mit einem kleinen feinen Team von fünf Redaktorinnen und Redaktoren, alle in Teilzeit. Darauf sind wir ein bisschen stolz. Aus dem Redaktionsteam sind unter der Leitung von Bianca Fritz neu zwei Kolleginnen für online tätig, wobei sie auch weiterhin für das Heft schreiben werden.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von fritzundfraenzi.ch?
Nichts weniger, als dass unsere neue Webseite zur Heimat möglichst vieler Eltern wird. Dass Mütter und Väter und alle, die mit Kindern zu tun haben, sich mit fritzundfraenzi.ch informieren, sich von uns unterhalten und inspirieren lassen.

Bilder: zVg.



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