05.12.2017

No Billag

MAZ lehnt die Initiative ab

Bei einem Ja zur Vorlage stünden deutlich weniger Gelder für die Journalismus-Ausbildung zur Verfügung.
No Billag: MAZ lehnt die Initiative ab
Gemäss dem MAZ-Stifungsat hätte die No-Billag-Initiative auch negative Auswirkungen auf die Journalismusausbildung. (Bild: zVg.)

An seiner jüngsten Sitzung hat der Stiftungsrat der Schweizer Journalistenschule MAZ auch die Auswirkungen der No-Billag-Initiative besprochen. Dabei befasste er sich mit den Folgen für die Journalismusausbildung, einen bis heute noch zu wenig beachteten Aspekt, wie es in einer Mitteilung des MAZ heisst.

Der Stiftungsrat sieht bei einer Annahme die hohe Qualität des Journalismus in der Schweiz in Gefahr. Das MAZ sei in der Deutschschweiz das führende Kompetenzzentrum für eine praxisnahe, qualitativ hochwertige Ausbildung von Journalistinnen und Journalisten. Bei einer Annahme der Initiative müsste die SRG ihren Betrieb einstellen – sie sei ein guter Kunde des MAZ.

Gleichzeitig wären auch viele private TV- und Radiostationen mit Gebührenanteil stark betroffen. Grosse Sparmassnahmen, teilweise auch in der Ausbildung, wären die Folge. Gemäss Berechnungen würde das MAZ mindestens ein Viertel seiner Einnahmen verlieren. Als Privatschule finanziert es sich zu über 80 Prozent durch den Verkauf seiner Kurse. Jährlich werden in diesen Kursen hunderte Journalistinnen und Journalisten der privaten Medien und der SRG ausgebildet.

Die Folge wäre ein drastischer Abbau des Kursangebots. Dieser Kahlschlag hätte wegen des Finanzierungsmodells grosse Auswirkungen auf die gesamte Ausbildung von Medienschaffenden, und zwar im Printjournalismus, im TV, im Radio und Online. Die Qualität würde sowohl in der Breite als auch in der Tiefe beeinträchtigt, was aus staats- und demokratiepolitischen Gründen schädlich wäre. Der Stiftungsrat lehnt daher die Initiative ab. (pd/maw)



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