08.02.2018

No Billag

Operation Libero lanciert Schlussmobilisierung

Auf der Frontseite von «20 Minuten» ist am Donnerstag ein grosses Inserat der Initiativgegner erschienen. Damit habe «der lange Schlussspurt» nun begonnen, heisst es bei der Politbewegung. Weitere Aktionen sollen folgen.
No Billag: Operation Libero lanciert Schlussmobilisierung
Wie angekündigt ist am Donnerstag das Inserat der Operation Libero erschienen. (Bilder: Christian Beck)
von Christian Beck

«Die häufigsten Irrtümer der ‹No Billag›-Befürworter» – so steht es prominent auf der Frontseite der Donnerstag-Ausgabe von «20 Minuten». Absender ist die Operation Libero, die per Crowdfunding Geld für die Kampagne gesammelt hat (persoenlich.com berichtete).

Am 24. Dezember 2017 sei das Sammelziel für ein Printinserat erreicht worden. «Das war für uns wie ein Weihnachtsgeschenk», sagt Silvan Gisler, Kommunikationsverantwortlicher der Operation Libero, auf Anfrage von persoenlich.com. Wie angekündigt werden mit dem Inserat «Aussagen aus den Kommentarspalten richtiggestellt».

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Das Inserat auf der Front und der zweiten Umschlagseite hat die Operation Libero exakt 164'764.85 Franken gekostet. Die gedruckte Auflage beträgt rund 450'000 Exemplare in der ganzen Deutschschweiz. «Mit diesem Inserat hat für uns der lange Schlussspurt begonnen», sagt Gisler weiter. Nun gelte es, weitere Personen für ein Nein zu «No Billag» zu mobilisieren. Nach einer Plakatkampagne im Januar folge nächste und übernächste Woche eine weitere grossflächige Plakatkampagne.

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Der Spendenbarometer steht momentan bei rund 570'000 Franken. Ist das nächste Ziel von 600'000 Franken erreicht, werde das Geld in mehr Werbung auf Social Media investiert. Zudem müssen Flyer nachgedruckt werden. «Die erste Auflage von 150'000 Exemplaren war innert kürzester Zeit weg», so Gisler.



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Kommentare

  • Oliver Brunner, 08.02.2018 10:56 Uhr
    Haben die #NoBillag-Gegner nicht immer gewarnt: Die Initianten würden eine Werbe-Lawine auf uns loslassen. Finanziert von Herrliberg, Rothschilds etc. In den vergangenen Wochen werden werden wir aber von der anderen Seite mit Werbung bombardiert, die in Bild und Tonalität unangenehme an vergangene SVP-Kampagnen erinnert. "Angriff auf die Heimat", "Anschlag auf die Demokratie", "Auslieferung an ausländische Konzerne", "Die Demokratie soll zerstört werden". So nationalistische Fake-News nerven gewaltig.
  • Tek Berhe, 09.02.2018 04:55 Uhr
    Sieht wie BaA aus.
  • Peter Meyer, 09.02.2018 12:41 Uhr
    Gut gemacht, Operation Libero! Ich werde Euch bald wieder unterstützen, wenn es darum geht, die Vertragsbruch-Initiative bachab zu schicken!
  • Josef Keel, 09.02.2018 15:12 Uhr
    Die ganze Billag-Geschichte hat auch einen staatspolitischen Aspekt. Was geschieht mit den rund 700000 Auslandschweizer bei einer Annahme der Billag-Initiative? Keine Nachrichten, keine Abstimmungs-Unterlagen um eine eigene Meinung zu machen. Null nichts...die Schweiz würde für die Auslandschweizer zu einem schwarzen Loch. Die privaten Sender könnten die Kosten für die Satelliten-Übertragungen nie stemmen. Das gilt auch für die Randgebiete der Schweiz, wo es keine Kabelanschlüsse gibt. Wo bleibt da nur die Solidarität, dank der es der Schweiz wirtschaftlich so gut geht? Oder kommt auch der nächste Schritt, der von den ehemaligen Studenten die Studienkosten (gegen 500000 Fr.) zurückverlangt. Kinderlose Personen sich weigern, die Kosten für Kitas und Kindergärten etc, etc mitzufinanzieren. Ist es nicht an der Zeit, ganz allgemein wieder einmal mit dem Herz und nicht immer mit dem Portemonnaie Entscheidungen zu treffen!!

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