28.11.2017

SRG

Seit zehn Jahren kein neues Programm in Betrieb

In der Debatte um die No-Billag-Initiative wehren sich die Gegner gegen Aussagen, wonach sich die SRG immer weiter ausbreite.
SRG: Seit zehn Jahren kein neues Programm in Betrieb
Schutzköpfe für Mikrofone von SRG-Sendern in den vier Landesteilen. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Vor Wochenfrist hatte Medienministerin Doris Leuthard darauf hingewiesen, dass sich die SRG seit zehn Jahren nicht «gross verändert» habe. «Dass sich die SRG weiter und weiter ausdehnt, ist Unsinn», sagte sie im Gespräch mit persoenlich.com am ersten Schweizer Digitaltag. Die Anzahl Sender sei gleich geblieben.

 

Watson.ch skizziert nun die Entwicklung der SRG. Eine Grafik zur Sendergeschichte zeigt, wann letztmals ein neuer Sender lanciert wurde: 2007 war es «SRF News». Daneben zitiert das Onlineportal Edi Estermann. Die SRG sei nicht auf «Expansionskurs». Der SRG-Sprecher verweist darauf, dass viele der Sender aus bereits bestehenden Angeboten hervorgegangen seien. SF2, RTS Deux und RSI LA 2 stammten von der Senderkette Schweiz 4 ab. Und der Internetdienst Swissinfo sei ein Nachfolgeformat von Radio Suisse International.


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Estermann sagt weiter: «In der Zeit von Armin Walpen wurden mit Radio Virus, Radio Musikwelle, SRF info und SRF 4 News vier neue Stationen lanciert, die anderen Sender waren Umnutzungen und Transformationen bereits bestehender Angebote.» 

Weiter betont er gegenüber Watson, dass die SRG in den letzten zehn Jahren kein neues Programm in Betrieb genommen hat, sondern im Gegenteil gar beschlossen hat, den TV-Sender RSI LA 2 in den nächsten Jahren abzuschalten. (eh)

 

 



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Kommentare

  • Giuseppe Scaglione, 28.11.2017 17:13 Uhr
    Was für eine Irreführung der Stimmbürger! Wo bleiben die 108 Facebook-, 54 Twitter- und 32 Instagram-Accounts sowie über 42 Youtube Channels in über 10 Sprachen. Und wo die 8 publizistischen und 5 Service-Werbseiten. Die Kosten dafür belaufen sich auf 56 Millionen Franken (ohne SRG-Personal), was fast gleichviel ist, wie der Gebührenanteil der privaten Radio und Lokal-TV Anstalten. Und welch' schwacher Trost soll das sein, dass die SRG in den letzten 10 Jahren keinen neuen Sender aus dem Boden gestampft hat, wenn sie inzwischen 7 TV- und 17 Radiosender betreibt? Und hat sich schon mal jemand gefragt, weshalb es im Tessin oder in der Westschweiz kein Radio Virus, keine Musigwälle oder kein SRF Info gibt? Ganz einfach: Weil es dort nie die entsprechenden privaten Projekte gab, die man mit Gebührengelder hätte bodigen müssen. Je mehr Fake-News vom SRG-Fanclub in Umlauf gesetzt werden, je eher tendiere ich zu einem JA.
  • Christoph J. Walther, 28.11.2017 18:36 Uhr
    Die SRG soll diese und noch viel mehr Programme betreiben können: Als erfolgreiches privatwirtschaftliches (und nicht öffentlich-rechtliches) Unternehmen, das im Markt anderen Anbietern auf Augenhöhe begegnet. Ein Ja zu NoBillag heisst auch Ja für eine freie und starke SRG, die nicht nur zu Hause, sondern global in Nischen wachsen kann. Details in meinem Artikel in der NZZ «No Billag» heisst «Yes, SRG»: https://goo.gl/qVtaYq
  • Daniel Hauser, 28.11.2017 22:03 Uhr
    So viele Sender und ich nutze praktisch keinen davon, muss aber 460Fr. im Jahr dafür bezahlen.
  • David Baumgartner, 29.11.2017 08:42 Uhr
    Soso, Herr Scaglione «tendiert» also zu einem Ja. Wenn man seine einseitigen Kommentare zu diesem Thema liest, kann von «tendieren» keine Rede sein :)
  • Giuseppe Scaglione, 29.11.2017 11:38 Uhr
    @david Baumgartner: könnten Sie bitte ausführen wo meine Kommentare einseitig sein sollen? Bitte verwechseln Sie Einseitigkeit nicht mit Kritik und gesundem Menschenverstand...

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