14.01.2018

No Billag

Verleger verhandeln mit SRG über ihre Parole

Der Verband Schweizer Medien wollte laut einem Bericht an der Dreikönigstagung ein Nein zu «No Billag» empfehlen. Doch die Verhandlungen mit der SRG kamen ins Stocken. Nun äussert sich die Organisation vielleicht gar nicht zur Initiative.
No Billag: Verleger verhandeln mit SRG über ihre Parole
Sprach über Medienkompetenz und nicht über «No Billag»: Verlegerpräsident Pietro Supino an der Dreikönigstagung. (Bild: Keystone)

Eigentlich hätte an der Dreikönigstagung vom Dienstag eine Einigung zwischen den Verlegern und der SRG verkündet werden sollen. Dies schreibt die «NZZ am Sonntag» in der aktuellen Ausgabe. In seiner Neujahrsrede sprach Pietro Supino stattdessen über Medienkompetenz (persoenlich.com berichtete).

Der Verbandspräsident und Tamedia-Verleger hat laut der NZZaS in den vergangenen Wochen Verhandlungen mit Gilles Marchand, dem Generaldirektor der SRG, geführt. Supino habe dabei auf folgenden Punkten beharrt: Die Radio- und Fernsehgesellschaft verzichtet auf einen Ausbau ihres Angebotes, auf Onlinewerbung und ein Nachrichtenportal. Zudem zieht sich die SRG aus der Werbeallianz Admeira zurück.

Wäre eine Einigung erzielt worden, hätte sich der Verband gegen die No-Billag-Initiative ausgesprochen. Nachdem Tamedia jedoch kurz vor Weihnachten den Kauf der Goldbach Group bekanntgab, sei Marchands die Lust auf eine Einigung vergangen. An der Dreikönigstagung erklärte Supino schliesslich, dass der Verband noch keine Parole zu «No Billag» gefasst habe (persoenlich.com berichtete).

Wie Andreas Häuptli, Geschäftsführer des Verbandes Schweizer Medien, gegenüber der NZZaS sagt, sei es gut möglich, dass die Organisation nun keine Parole zur Abstimmung vom 4.März 2018 beschliessen werde. (wid)



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