Sags durch die Unterhose
Die Ars Electronica ist das grösste Medienfestival Europas und präsentiert sich diese Jahr unter dem Thema "Goodby Privacy". Ziel ist es, digitale Arbeiten ohne die zu Hilfenahme von digitalen Ausgabemedien wie Bildschirmen oder Projektoren zu zeigen. Das Zürcher Unternehmen Blacksocks sponsert 250 Boxershorts, mit dessen Hilfe die Installation des Institutes HyperWerk umgesetzt wird. Mittels der Boxershorts können Textbotschaften auf das Wäscheleinen-Display projiziert werden.
Die Matrixstruktur als Grundlage der Computertechnologie wurde handwerklich in Form einer Wäschematrix nachgebaut. Die Blacksocks Boxershorts werden auf fünf Ebenen aufgehängt und bilden die Punkte einer Matrixanzeige. So entstehen aus den Matrixpunkten Buchstaben. Die gesamte Installation ist rund 23 Meter breit und die Buchstabenhöhe beträgt 1.8 Meter.
Das Publikum erhält die Möglichkeit Textbotschaften auf das Wäschedisplay zu senden. Das Publikum setzt die gewünschte Botschaft auf einem Förderband aus Holzbuchstaben zusammen. Mittels einer Lichtschranke werden die Botschaft digitalisiert und am Wäschedisplay angezeigt, während das Förderband weiterläuft und die Holzbuchstaben in einem Blecheimer landen.
Für die Installation verantwortlich zeichnete Prof. Misch Schaub vom Basler Institut HyperWerk und der europäischen Handwerksakademie acar2. Hyperwerk konnte beim vorliegenden Projekt nicht nur auf die Unterstützung von Blacksocks, sondern auch auf die der Kabelwerke Brugg zurückgreifen.


Kommentieren