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Nach dem erfolgreichen Start von CD-Verkäufen will die US-Kaffeehaus-Kette Starbucks künftig auch ins Filmgeschäft einsteigen. In den 5.500 Filialen in Nordamerika sollen Blockbuster-Previews gezeigt und infolge auch DVDs zum Verkauf angeboten werden. Den Anfang macht das Unternehmen mit dem Lions Gate Kinderfilm "Akeelah and the Bee": Starbucks wolle den Kinostreifen in den einzelnen Filialen über ein WiFi-Netz, mit Kaffeebecher-Aufdrucken und exklusiven Previews promoten. Als Entlohung für die konsequente Werbetätigkeit erhält die Kaffeehaus-Kette einen Anteil der Einspielergebnisse des Films, der im April in den Kinos anläuft.
Bei so vielen neuen Entwicklungen wird allerdings die Positionierung von Starbucks immer unklarer. Was das Musik-Business bei Starbucks betrifft, handle es sich jedenfalls um eine logische Konsequenz aus der Unternehmensgeschichte. "Musik war immer ein Teil der Kaffeehauskultur und ist ein essenzieller Teil des Starbucks-Erbes. Die Marke "Starbucks Hear Music" ist ein neuer und bequemer Weg für den Kunden, Musik aus allen möglichen Genres kennen zu lernen und zu genießen", heißt es aus dem Starbucks-Headquater in Amsterdam gegenüber pressetext.
Das Projekt mit Lions Gate sei nur der Startschuss zu weiteren Aktionen, heisst es aus dem Unternehmen. Starbucks-Manager interessierten sich bereits für weitere Drehbücher und wollen sich mit verschiedenen Hollywood-Managern zu Verhandlungen treffen. Die Erwartungen an die neuen Einnahmenquellen scheinen groß: Nachdem sich schon das Geschäft mit Musik-CDs als erfolgreich erwiesen hat, erhofft sich das Unternehmen ebenso lukrative Ergebnisse mit der Blockbuster-Promotion und den künftigen DVD-Verkäufen. Diese Projekte seien eine logische Weiterentwicklung der Entertainment-Strategie, so Starbucks-Manager Ken Lombard. Für den deutschsprachigen Raum sei die Planung derartiger Werbeaktionen momentan nicht bekannt, so Veronika Gruber von der Starbucks-PR-Agentur Menedetter auf Nachfrage von pressetext.
Als Resultat der verstärkten Entertainment-Strategie scheint ein klares Profil des Unternehmens immer mehr zu verschwinden. In den USA setzt Starbucks derzeit auch vermehrt auf Drive-Thrus, bietet den Kunden warme Sandwiches und nähert sich generell den klassischen Fastfood-Ketten wie McDonald's immer mehr an. Laut Starbucks-Gründer Howard Schultz denke der Konzern gar über einen baldigen Verkauf von Büchern nach und wolle eventuell einen eigenen Verlag gründen. (pte)
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