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"persoenlich.com" wird künftig unter der Rubrik "Ansicht" in regelmässigen Abständen aktuelle Werbekampagnen von Kennern der Branche beurteilen lassen. Den Anfang macht TBWA-Gründer Uli Wiesendanger, einer der grössten Werber, den die Schweiz herausgebracht hat. Wiesendanger, der heute in Paris lebt, seziert in seinem Beitrag die Kampagnen des Tages-Anzeiger, der Neuen Zürcher Zeitung, Jobwinner.ch und der Swiss.
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SFLB: Regionalisierungskampagne für den Tages-Anzeiger
Die Schweizer Graphik gibt es immer noch, sie ist immer noch wegweisend, sie verschandelt die Umwelt nicht, prima. Der Einfall mit den Gemeindewappen ist hübsch und höflich. Eine Visitenkarte für den Antrittsbesuch des neuen Regional-Tagis. Aber eben nicht mehr als eine Visitenkarte. Was kommt nach dem Antrittsbesuch? Hoffentlich mehr, etwas, was den Gemeinden den Regional-Tagi erklärt, näher bringt, "verkauft" und mindestens so aufregend sein wird, wie das, was im Tagi steht.
Publicis: Imagekampagne für die NZZ
Die Schweizer Graphik, gibt es immer noch. Ich werde nicht müde, mich über diesen Umstand zu freuen. Oder doch ein bisschen weniger beim zweiten Mal. (Siehe Erguss zur Tagi-Regional-Kampagne.) Also, wenn das nicht wieder nur eine Visitenkarte ist? Weiss man das nicht unterdessen, dass die NZZ regionalweit und weltweit ist? Warum ginggt die NZZ-Werbung seit Jahren offene Türen ein mit dem selben wohlgestalteten und wohlerzogenen Gingg? Sollte sie uns nicht eher immer wieder deutlich machen, dass sie die gescheiteste Tageszeitung des deutschen Sprachraums ist, die sicherste, die unabhängigste, die mutigste, die bestdokumentierte? Ist es nicht höchste Zeit für “die alte Dame” ihre Glacé-Handschuhe abzustreifen?
Wirz: Hingucker mit erschlagender Wirkung
Zuerst habe ich mir gesagt: Jesses Gott! Und dann habe ich mich Gottseidank daran erinnert, dass man, wenn man entscheiden darf zwischen geschmackvoll und richtig einerseits, und unflätig und skandalös andererseits, immer Letzteres wählen sollte, auch wenn man dabei ein bisschen Angst bekommt. Übrigens, das schönste der Gefühle: eine Kampagne gemacht zu haben, oder noch besser: bezahlt zu haben, vor der man selber ein bisschen Angst hat. Wir verzeihen gerne dem, der zu weit gegangen ist. Dem Langweiler nie.
JvM/Limmat: Kulthit Campari Soda für die Swiss wiederbelebt
Film ansehen
Ein Film, bei dem man sich wohl fühlt. Man möchte sich für alle die guten Einfälle und Parallelen bedanken. Auch für das Fläckli Himmel, das uns nach all den schlimmen Geschichten mit der Swissair jetzt mit der Swiss immer noch bleibt. Nur wird mir bei der Wöhli, die der Spot verbreitet, doch ein bisschen unwohl. Muss man, wenn man richtig Schweizerisch sein will, zwangsweise ein bisschen bünzlig sein? Fast jedes Inserat aus der grossen Epoche der Swissair war unausweichlich schweizerisch, relevant, unterhaltend, informativ. Bünzlig waren keine davon. Herr von Matt muss jeden seiner Texter und Grafiker dazu verdonnern, ihm mindestens ein Dutzend Swissair Inserate der GGK auswendig aufzusagen, bevor er bei ihm für die Swiss arbeiten darf. Jede grosse Marke hat ihre Seele, ihren Genius Loci. Den kann auch der netteste "Kulthit" nicht ersetzen.
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