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TV-Formate wie "Die Supernannys" oder die englische ITV's-Version "Driving Mum And Dad Mad" können die elterlichen Fähigkeiten sowie das problematische Verhalten von Kindern positiv beeinflussen. Dies geht aus einer Studie der University of Manchester hervor, die gestern, Dienstag, veröffentlicht wurde. Insgesamt wurden 465 Familien im Vorfeld der Studie auf das Verhalten der Kinder, die elterliche Erziehung, Lebensumstände und Ähnliches eingestuft. Diese Einstufung wurde drei und sechs Monate nach Ausstrahlung der Serie "Driving Mum And Dad Mad" wiederholt.
Das Ergebnis zeigte, dass Eltern, die die Serie sahen und die erteilten Ratschläge der Serie befolgten, weit weniger Probleme mit ihren Kindern hatten als vorher. So hätten über 40 Prozent der verhaltensauffälligen Kinder nach dem Auslaufen der Serie ihr Verhalten deutlich gebessert und konnten als "normal" eingestuft werden. So konnte unter anderem auch das Vertrauen in die eigenen erzieherischen Fähigkeiten gesteigert werden. Darüber hinaus gaben 45 Prozent der befragten Eltern an, in schwierigeren Situationen nicht mehr so schnell überzureagieren.
Ähnliche Ergebnisse erzielte das Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften der Universität Wien vor wenigen Monaten bei einer ähnlichen Studie, wobei TV-Formate aus Grossbritannien, Deutschland und Österreich verglichen wurden. Wie Jürgen Grimm, Leiter der Studie "TV-Super Nannys" anmerkt, stand hier vor allem die Nutzung der Formate im Vordergrund. "Trotzdem haben wir Hinweise auf Verhaltensänderungen bemerkt", erklärt Grimm. So wurde bei den Sehern beispielsweise der Wunsch nach eigenen Kindern gestärkt. Darüber hinaus hätte sich ein so genannter "Erziehungsoptimismus" eingestellt. "Die Seher, die Eltern waren, hatten das Gefühl, etwas ausrichten zu können und nicht bloss Moderatoren zu sein", so Grimm.
Trotz positiver Beobachtungen wurden auch einige negative Einflüsse der Nanny-Shows bemerkt. So sei beispielsweise die männliche Erzieherrolle in der deutschen Ausgabe teilweise stark vernachlässigt worden. "Vielleicht ist es in der Praxis noch so, dass Väter in die Erziehung eingebunden werden. Doch ist dies sicher nicht unsere Vorstellung von Erziehung und sollte somit auch nicht vermittelt werden", erklärt Grimm. Mittlerweile werde aber auch der väterliche Einfluss mehr berücksichtigt. (pte)
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