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Am Donnerstag gab Ringier bekannt, dass nach Chefredaktor Werner De Schepper auch Marcel Siegenthaler, Sportchef des Blicks und Sonntagsblicks, seinen Posten räumt. Diese Mitteilung hat im Internet zu wilden Spekulationen geführt. Die Gerüchteküche zum Brodeln gebracht hat vor allem Weltwoche-Autor Walter De Gregorio. Er schrieb in seinem Weblog Siegenthalers Weggang erfolge, weil ihn seine Kollegen "im Zürcher Hauptstadtbüro" im Editorial der Weltwoche zitiert hätten. "Das finde ich im Fall gar nicht lustig. Dass auch Köbi Kuhn bald entlassen wird, ist ein schwacher Trost", liess De Gregorio Siegenthaler ausrichten.
Es dauerte nicht lange, bis ein erster Blogger auf die Aussagen De Gregorios aufmerksam wurden. "Wurde Blick-Sportchef wegen Blog-Kommentar entlassen?" titelte Ronnie Grob in einem am Freitag auf medienlese.com publizierten Beitrag, der übrigens auch den witzigen Dialog der beiden Journalisten im Weltwoche-Weblog zum Aufenthalt der Nationalmannschaft in den USA nachzeichnet. Weiteren Stoff für Spekulationen lieferte der Presseverein in seiner Klatsch-Spalte. Er will von Vertrauten Siegenthalers erfahren haben, dass dessen "zwielichtige Rolle in der jüngsten Affäre Blick-Köbi Kuhn" Grund für die Trennung gewesen sei.
Siegenthaler selbst betitelt sämtliche Spekulationen, welche derzeit im Internet kursieren, als "lächerlich". "Mein Weggang hat 0.0 Prozent mit der jüngsten Berichterstattung über Köbi Kuhn zu tun", so der 39-Jährige. Er bestätigte gegenüber "persoenlich.com" mit Nachdruck, dass er "auf eigenen Wunsch" die Redaktion verlasse. Auf die näheren Gründe seines Weggangs mochte der Journalist nicht eingehen. Stark gegen De Gregorios Version spricht in der Tat, dass der Weggang Siegenthalers intern bereits vor Erscheinen der Weltwoche kommuniziert wurde.
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