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Der deutsche Grossverlag Holtzbrinck soll sich an der geplanten neuen Schweizer Gratiszeitung von Sacha Wigdorovits beteiligen. Das mutmasst der Tages-Anzeiger am Donnerstag. Am Stuttgarter Hauptsitz von Holtzbrinck will man keinen Kommentar dazu abgeben. Wigdorovits selbst bestätigt gegenüber dem Tages-Anzeiger nicht einmal das Gratiszeitungs-Projekt. "Ich bestätige nicht, dass Holtzbrinck als Investor einsteigt", zitiert die Zeitung Wigdorovits.
Mittlerweile sind drei weitere Geldgeber des Projekts bekannt, aber auch das ist noch nicht offiziell bestätigt. Verleger Jürg Marquard, Phonak-Chef Andy Rhis sowie der Vorarlberger Medienunternehmer Eugen Russ sollen mit von der Partie sein ("persoenlich.com" berichtete).
Mit der Lancierung einer weiteren Gratiszeitung könnte auch in der Schweiz der Startschuss zu einem "freesheet war", einem Krieg der Gratisblätter, fallen. "Ich würde derzeit keine Aktien von Medienunternehmen kaufen", rät Weltwoche-Kolumnist Kurt W. Zimmermann in der aktuellen Ausgabe. Warum? Zimmermann erläutert, dass das Konzept Gratiszeitungen eine "Selbsttötung im Verlagswesen" mit sich bringe.
Erst würden die klassischen Zeitungen vom Markt verdrängt, anschliessend die Gratisblätter selbst, deren Geschäft wiederum vom steigenden Konkurrenzkampf vernichtet werde. Beispielhaft dafür sei die Situation des Medienunternehmens Metro, das in weltweit 100 Städten Gratiszeitungen auf den Markt bringt: das schwedische Unternehmen hat im ersten Quartal 2007 einen Verlust von 11.5 Millionen Dollar eingefahren.
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