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Esther Weber, mrg hat den Pitch um die Nationale Suisse-Kampagne dank Roger Federer gewonnen. Was, wenn er nicht zugesagt hätte?
- Dann hätte es wohl eine andere Kampagne gegeben -- vielleicht auch von einer anderen Agentur. Aber wir hatten natürlich schon Kontakt mit dem Management von Roger Federer aufgenommen, bevor wir die Kampagnenidee unserem Kunden präsentiert haben und wussten, dass die Chancen für eine Zusammenarbeit gut stehen.
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Sie haben lange mit dem Tennisstar und seinem Management verhandelt. Welche Bedingungen wurden gestellt?
- Roger Federer hat eigentlich keine aussergewöhnlichen Bedingungen gestellt, ausser, dass der Spot an einem Ort und Datum seiner Wahl gedreht wird. Ansonsten waren die Verhandlungen mit seinem Manager Tony Godsick erstmal ein organisatorisches Problem. Da er und Roger in der ganzen Welt herumreisen, mussten wir die Verhandlungen zu beginn als Telefonkonferenzen frühren. Als man sich dann endlich in Zürich gemeinsam an einen Tisch setzen konnte, ist man sich sehr schnell einig geworden.
Ist Roger Federer nur für diese eine Kampagne verpflichtet worden oder handelt es sich um eine längerfristige Zusammenarbeit?
- Das ist noch offen, es wird von beiden Seiten eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt.
Hatte Roger Federer keine Probleme damit, als Mr. Perfect in Szene gesetzt zu werden? Das könnte ja auch als arrogant ausgelegt werden.
- Nein, Roger hat der Humor der Kampagne von Anfang an gefallen. Er wird ja auch nicht arrogant, sondern mit einem Augenzwinkern als “einer der perfektesten Schweizer” in Szene gesetzt. Es ist einfach spannender, jemanden zu zeigen, der eigentlich keine Versicherung braucht, als die üblichen Versicherungssujets.
Wie verliefen die Dreharbeiten für den Spot? Ist der beste Tennisspieler auch ein guter Schauspieler?
- Wenn man mit einem Sportstar wirbt, kann man sich natürlich nie sicher sein, wie viel schauspielerische Leistung man erwarten kann. Deshalb haben wir uns schon bei der Konzipierung des Spots Gedanken darüber gemacht und Roger die Rolle sozusagen auf den Leib geschrieben. Aber mit Roger war das sowieso überhaupt kein Problem. Er war absolut locker vor der Kamera -- ein echtes Naturtalent.
Sie lancieren Roger Federer als Mr. Perfect gerade zu einer Zeit, in der er ungewohnt oft verliert. Haben Sie sich das anders vorgestellt?
- Roger Federer ist immer noch die Nr. 1 der Tenniswelt und ein absoluter Superstar, daran ändern auch ein paar verlorene Turniere nichts. Aber viel wichtiger ist ja, dass Roger nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge für uns “einer der perfektesten Schweizer” ist, sondern vor allem auch wegen seinem Verhalten neben dem Tenniscourt. Er ist auf der ganzen Welt als sympathischer und höflicher Star ohne Allüren bekannt. Und genauso haben wir ihn auch bei den Dreharbeiten kennen gelernt.
Wird die Kampagne international laufen oder nur in der Schweiz?
- Im Moment läuft die Kampagne nur in der Schweiz.
(Interview: Stefan Wyss)
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Verantwortlich bei Nationale Suisse: Willi Erdin (Leiter Marketing); verantwortlich bei mrg: Michael Gerber (CD), Tommy Schilling (Senior AD), Jacqueline Arm (Grafik), Patricia Heyne (Text/Konzept), Esther weber, Nicole Metz, Melanie Nolte (Beratung), Daniel Infanger (Fotografie); Filmproduktion: Wirz & Fraefel Productions AG.
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