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Tamedia treibt gemäss Lauber durch die Auflagenerhöhung von 20 Minuten und die neue angekündigte Gratiszeitung, die sicher auch den Ballungsraum Bern betreffe, Entwicklungen voran, die den Bund beeinflussen. Durch die Übernahme der Espace Medien müsse eine künftige Lösung für den Bund von Tamedia mitgesteuert werden.
"Wir sind der Meinung, dass Tamedia bei einer Minderheitsbeteiligung der Freie Presse Holding den Bund nicht gleich in ihre Überlegungen miteinbeziehen würde", so Lauber. Wenn Tamedia den Markt verändere, ohne den Bund in ihre Überlegungen einzubeziehen, werde es für die Zeitung problematisch. "Als Minderheitsaktionär könnten wir dem Bund keinen Support geben."
'Berner Modell' wird weitergeführt
Mit der Abtretung ihrer Beteiligung an die Espace ermögliche die Freie Presse Holding der Tamedia die Integration des "Berner Modells" in ihre Gesamtstrategie. Das Nebeneinander von Bund und Berner Zeitung habe sich nach grossen Anstrengungen im Berner Markt gut bewährt.
Tamedia hat nach eigenen Angaben diese Lösung nicht gesucht. "Es gab keine Verkaufsverhandlungen der Tamedia oder der Espace Groupe mit der Freie Presse Holding", erklärt Sprecher Christoph Zimmer gegenüber "persoenlich.com", "wir bedauern, dass die NZZ mit diesem Schritt zusätzliche Verunsicherung schafft.“
Die Espace will nach eigenen Angaben das Berner Modell mit den beiden Zeitungen Berner Zeitung und Der Bund auch im Rahmen der neuen Aktionärsverhältnisse unter den gleichen wirtschaftlichen und publizistischen Kriterien weiterführen. An der operativen Führung der Bund Verlag AG, die bereits bisher in der alleinigen Verantwortung der Espace lag, ändere sich nichts.
Verkaufsoption eingelöst
Die Freie Presse Holding AG löst mit diesem Schritt ihre vertraglich vereinbarte Verkaufsoption ein. Zugleich wird die Espace Media Groupe das ihr für diesen Fall zustehende Kaufrecht an den von der Publigroupe gehaltenen 20 Prozent ausüben. Damit wird sie die Bund Verlag AG zu 100 Prozent übernehmen. Im Mai wurde bekannt, dass das Zürcher Medienhaus Tamedia 80 Prozent der Aktien der Espace Media Groupe übernimmt.
Zugleich hat Ständerat Hans Lauri seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident der Bund Verlags AG bekannt gegeben. Charles von Graffenried, bisheriges Mitglied des Verwaltungsrates der Bund Verlag AG, tritt Lauris Nachfolge an.
(Text: David Vonplon/Stefan Wyss)
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[26.06.2007 - 12.51 Uhr]
Birrer Peter
Mich stört einmal mehr die Art wie die Öffentlichkeit für dumm verkauft wird. "Es gab keine Verkaufsverhandlungen der Tamedia oder der Espace Groupe mit der Freie Presse Holding", behauptet Sprecher Christoph Zimmer und setzt noch einen drauf:"wir bedauern, dass die NZZ mit diesem Schritt zusätzliche Verunsicherung schafft.“ Die NZZ sah doch keine Möglichkeit mehr, den Bund nach dem Verkauf der EMG an die Tamedia kommerziell zu halten. Und die Tamedia-Chefs wissen das ganz genau. Allzuviel Zynismus ist auf die Dauer gefährlich! |
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[26.06.2007 - 20.35 Uhr]
Peter Spörry
Ich bin gar nicht erfreut ab dieser Meldung. Die Espace wird wohl nicht lange fackeln. Meine Prognose? Wenns um das Geld und den Profit geht, wird vermutlich über Leichen gegangen werden. Dass "Der Bund" in absehbarer Zeit eingestampft und die Mitarbeiter wie alte Putzlumpen entsorgt werden, ist dann für die Verantwortlichen nur noch eine unangenehme Nebensache, die man jedoch gerne in Kauf nehmen wird. Das ist eben so, wenn Unternehmen nicht von Unternehmern sondern von Heuschrecken besetzt - Entschuldigung - besitzt werden. |
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