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Bereits kurze Zeit nach dem Start der Liberalisierung der Auskunftsdienste mauserte sich der Dienst 1818 zu einem Grossanbieter: Nach Schätzungen von Experten beträgt der Marktanteil der 1818 AG rund 30 Prozent. Einem Bericht der Handelszeitung zufolge will das Unternehmen, das zum britischen Konzern "The Number" gehört, nun aber mehr: Der Dienst soll zu einem umfassenden Dienstleistungsanbieter werden. Ausser Telefonnummern sollen künftig auch Fahrplaninformationen und Kinoprogramme angeboten werden.
Die Idee dazu ist allerdings nicht neu: Bereits bei der Auskunftsnummer 111 stand sie im Raum. Aber nachdem das Bakom schon damals das Angebot strikte begrenzt hatte, positioniert sie sich auch jetzt ganz klar gegen eine Angebotserweiterung von 1818. Zur Begründung sagte Bakom-Sprecherin Caroline Sauser zur Handelszeitung: "Gestützt auf das Fernmeldegesetz dürfen Mehrwertdienste nur unter Verwendung von deutlich erkennbaren Nummern wie 0800 oder 0900 angeboten werden." Damit sei ausgeschlossen, dass andere kostenpflichtige Dienste mit Kurznummern angeboten werden können. Und der politische Wille sei nicht vorhanden, um daran etwas zu ändern.
Trotz dieser klaren Absage -- die 1818 AG lässt sich nicht beirren. Gegenüber der Handelszeitung sagt 1818-Chef Peter Josika: "Die Auskunftsmärkte im übrigen Europa werden immer stärker liberalisiert." Man hoffe nun, dass die Schweiz sich im Interesse des Endkunden dem europäischen Standard angleichen werde. Schliesslich würden die Kunden davon profitieren, wenn sie über sich einfach einzuprägende Nummern mit erweitertenden Dienstleistungen verfügen würden. Von der Liberalisierung würde auch die 1818 AG profitieren -- sie könnte nämlich nochmals um einige Prozente im Marktvolumen zulegen.
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