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Das hat nach Ursula Andress kein Schweizer geschafft: Anatole Taubman hat als Bösewicht eine grosse Rolle im neuen James-Bond-Film erhalten. Damit steht mit Regisseur Marc Forster für das 22. Bond-Abenteuer nicht nur ein Schweizer hinter der Kamera, sondern nun noch ein zweiter davor. Obwohl Taubman ein Geheimhaltungsabkommen unterschreiben musste, hat er sich den Fragen von "persoenlich.com" gestellt.
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Anatole Taubman, wie sind Sie zur Rolle als Bond-Bösewicht gekommen?
- Ganz normal durch ein Casting.
Spielte ein "Schweizer-Bonus" mit?
- Überhaupt nicht, der wäre wohl auch eher hinderlich gewesen. Was sich von anderen internationalen Castings unterschied, war die Begrüssung des Regisseurs auf Schweizerdeutsch.
Was haben Sie beim Casting präsentieren müssen?
- Auch da ist ein Bond-Casting nicht anders. Man stellt sich und seine Projekte vor und liest eine Szene, an der man dann gemeinsam etwas arbeitet.
Wie gross ist Ihre Rolle?
- Ich spiele neben "Hauptbösewicht" Mathieu Amalric den zweiten Gegenspieler von James Bond. Es handelt sich wirklich um eine grosse Rolle. Mehr darf ich nicht verraten.
Droht eine Strafe, wenn Sie etwas ausplaudern?
- Jeder, der für die Bond-Produktion engagiert wird, muss ein „Non Disclosure Agreement“ – also ein Geheimhaltungsabkommen unterschreiben. Es wird alles bis ins Detail geschützt. Immerhin passt diese Geheimhaltung ja irgendwie zu einer Produktion mit dem berühmtesten Agenten der Filmgeschichte (lacht).
Aber das Drehbuch bekommen Sie vorher schon zu sehen?
- Das habe ich sogar schon erhalten und hüte es wie ein Schatz. Ich nehme es nicht einmal auf Reisen mit.
Was bedeutet das Engagement für Ihre Karriere?
- Die Rolle ist ein Schlüssel, der mir Türen öffnen wird, die normalerweise für einen europäischen Schauspieler geschlossen bleiben. Ich spielte zwar bereits in mehreren Hollywood-Filmen und in anderen internationalen Produktionen mit, aber ein Auftritt in einem Bond-Film stellt eine ganz andere Dimension dar. Das lässt sich mit keinem Projekt vergleichen, an dem ich bisher beteiligt war.
Sie spielen im Bond-Film einen Bösewicht. Besteht die Gefahr, dass Sie nun auf diese Rolle abonniert werden?
- Da ich momentan in vielen Ländern als Schauspieler arbeite, ist die Gefahr kleiner.
Nach der Matura gingen Sie in New York an die Schauspielschule. Haben Sie schon immer eine internationale Karriere in Hollywood angestrebt?
- Den Entscheid in New York zu studieren, habe ich bewusst gefällt. Aber nicht wegen einer Hollywood-Karriere, sondern weil ich vor den deutschen Schauspielschulen Angst hatte. Ich habe mich gefragt, ob man als Schweizer an einer deutschen Schule nicht einen schweren Stand hat. Zudem ist meine Muttersprache Englisch. Ich habe diese Wahl auch nie bereut. Die Amerikaner haben eine ganz andere Annäherung an die Schauspielkunst als die Europäer. In den USA geht es primär immer um die Figur und ihren Charakter, egal ob für das Theater, das Fernsehen oder für den Film. Das schätze ich.
Es gibt Gemeinsamkeiten mit dem Schweizer Regisseur Marc Forster. Sie lebten beide im Bündnerland, gingen aufs Internat in der Innerschweiz und studierten in New York. Fühlt man sich da speziell verbunden?
- Beim ersten Treffen mit Marc Forster habe ich so etwas nicht gespürt. Aber gemeinsame Erfahrungen -- wenn auch unabhängig voneinander gemacht -- schaffen schon eine gewisse Verbindung.
Denken Sie, unter der Regie von Marc Forster wird ein spezieller Bond-Film entstehen? Er ist ja (noch) nicht als Action-Regisseur bekannt.
- Der Job ist für Marc Forster sicher eine besondere Herausforderung, sonst hätte er die Regie gar nicht übernommen. Die 007-Serie hat durch den neuen Hauptdarsteller Daniel Craig viele Neuerungen erfahren, was auch eine Weiterentwicklung des Brands „Bond“ ermöglicht. Gerade wegen Marc Forster wird der 22. Bond-Film wunderbar werden. Nicht weil er ein Schweizer ist, sondern weil seine Filme eine unglaubliche Sensibilität und Tiefe aufweisen und von den Figuren geprägt werden.
Beginnt man im Umfeld von Marc Forster davon zu träumen, einmal einen Oscar zu gewinnen?
- Ich habe viele Träume -- aber der Gewinn eines Oscars ist nicht auf meiner Liste. Lieber würde ich vor 80'000 Zuschauern im Wembley-Stadion in der 90. Minuten ein entscheidendes Tor schiessen. Aber das bleibt leider definitiv ein Traum.
(Interview: Stefan Wyss / Foto: Contcept GmbH)
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[18.01.2009 - 23.05 Uhr]
Samael Gärtner
Wenn es um Globalisierung geht, kein Pardon. Aber, Herr Taubmann, wie bringen Sie Ihren Kindern bei, dass die Pharma- Industrie 2008, nur als Beispiel, 3002 Hunde verbraucht und das in schwer belastenden Tierversuche? Würde mich interessieren. |
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