Ruf Lanz für Suva Pro:
Dieses Grossformat-Plakat am Baugerüst des Bundeshauses wurde im Herbst 2007 ausgeheckt, im Rahmen einer umfangreichen Präsentation zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz. Leider kam von den zuständigen Stellen in Bern ein Njet: Plakatanschläge am Bundeshaus werden nicht erlaubt. Schade! Das Sujet hätte durch die überraschende Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher Brisanz und Aktualität erlangt.
Reinhold für jobs.ch:
Das grösste Stellenportal der Schweiz wollte sich der Vermittlung von Temporär-jobs annehmen und diesen neuen Service breit lancieren. Eine signifikante Mehrheit an Temporärstellen-Suchenden sind
a) Männer aus b) Blue-Collar-Berufen. Also Blick-Leser. Reinhold schlug deshalb als Einführungskampagne vor, das Seite-3-Girl im Blick temporär wieder einzuführen -- eine ganze Woche lang tagtäglich wieder im Blick auf Seite 3 als ganzseitiges Inserat. Also die Botschaft "temporär" nicht einfach zu verzapfen, sondern zu verkörpern. Das temporäre Seite-3-Girl wäre breit mit Plakaten angekündigt worden. Sammel- und PR-Effekte wären uns sicherlich gewiss gewesen. Der Blick hatte grossherzig sein Okay gegeben. Die Kampagne wurde in Paris fotografiert und fertig produziert. Fünf Tage vor Abgabeschluss kriegte jobs.ch kalte Füsse -- die Kampagne sei doch ein bisschen heiss.
Saatchi & Saatchi für Tag Heuer:
Ziel der "New Time New Games"-Kampagne war, an Omega verlorene Marktanteile zurückzuerobern und den Lovemark-Status der frühen Neunzigerjahre zurückzugewinnen. Dazu wollten wir TAG Heuer als die ultimative Sportuhr positionieren. Die Uhr, welche alle Sportarten dominiert, und zwar nicht nur was die vergangenen und gegenwärtigen anbetrifft, sondern auch die zukünftigen. Kreativ haben wir dies mit Aufnahmen von atemberaubenden Wettkämpfen futuristischer Sportarten in Szene gesetzt. Obwohl sie in weltweiten Tests gewonnen hat, wurde die Kampagne nie realisiert.
SFLB für Le Monde diplomatique:
Wer wirklich fundiert über Politik informiert sein will, liest den "Le Monde diplomatique". Diese Monatszeitung bringt in langen, anspruchsvollen Artikeln Hintergründe zu Politik und Wirtschaft sowie Reportagen aus Gegenden, die nicht mehr im Schweinwerferlicht stehen. Die Zeitung erscheint weltweit in 21 Sprachen und wird von 3 Millionen Menschen gelesen. Und von den meisten auch verstanden. Wir wollten in der Kampagne diejenigen zeigen, die ein bisschen Mühe mit dem Verstehen haben, und zeigten dies mit recht expliziten Sätzen. Die Anwälte meinten dann aber, dass eine Gefahr be-stehe, dass denjenigen, welchen die Zeitung zu anspruchsvoll sei, auch noch die Kampagne zu frech sei.
KSB/SJ für das bfu:
Auch das gibt es: So konnten wir ein Sujet, welches wir aufgrund einer verlorenen Konkurrenzpräsi verloren hatten, nicht umsetzen. Da wir aber überzeugt waren, dass es sich um ein tolles Stück Werbung handelt, konnten wir es schlussendlich für einen bestehenden Kunden realisieren, der damit total happy war.
Neue LGK für Fueter:
Das Modefachgeschäft Fueter steht für: Stil, Qualität, Tradition und bekannte Marken. Wir zeigen Fueter so, wie es ist, mit hervorragenden Stoffen, guter Verarbeitung, Stil, Qualität und Eleganz. Die Marke Fueter erhält so einen eigenständigen, starken und einprägsamen Auftritt.
Die Kampagne wurde nicht realisiert, weil Fueter sich gegen Werbung in diesem Zeitraum entschied.
Lowe für Swiss Football League:
Die Kampagne von DraftFCB gegen Gewalt in den Stadien entstand im Auftrag der Swiss Football League und wurde in erster Instanz so genehmigt. In der Konferenz der Nationalliga-Klubs allerdings wurde der Beschluss gefasst, generell auf eine Kampagne zu verzichten und sämtliche finanziellen Mittel in Sicherheitsmassnahmen zu investieren.
Die gesamte Sammlung abgeschossener Kampagnen findet sich in der aktuellen Ausgabe von "persönlich rot". Bestellungen unter info@persoenlich.com.
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[01.02.2008 - 8.27 Uhr]
Amrein Gregor
Die "nie" erschienen Inserate haben doch oft das grösste Potential aufzufallen. Leider gewinnt halt meistens der konservative Entscheider. Schön, gibts hier einen Platz für diese "Meisterwerke" mit Witz, Chame und dem gewissen Etwas. |
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[01.02.2008 - 11.21 Uhr]
Na ja.
So schlimm ist das nicht, dass die gezeigten Sachen nicht gekommen sind. Hat ja keine Hammersachen dabei. |
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