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Wirz Werbung hat für die neue Kampagne der Wirtschaftszeitung "Finanz und Wirtschaft" (FuW) Gegenstände aus dem Alltag fein säuberlich in ihre Einzelteile zerlegt und fotografisch festgehalten ("persoenlich.com" berichtete). Diese Werbung hat nun bei Reinhold Weber (Reinhold Werbeagentur) Stirnrunzeln ausgelöst. Für ihn handelt es sich nämlich "eindeutig um Ideenklau".
Webers Agentur Reinhold konzipierte 2004 für das Nachrichtenmagazin "Facts" eine Kampagne mit verblüffend ähnlicher Idee. Er trug den Verantwortlichen der Zeitschrift seinen Werbevorschlag im Rahmen einer mehrstufigen Präsentation vor -- die Kampagne wurde schliesslich aber nicht verwendet. In der Januar/Februar-Ausgabe 2007 von "persönlich rot" wurde die "Facts"-Kampagne von Reinhold jedoch veröffentlicht als eines von zahlreichen Beispielen für Werbung, die nie erschien.
"Dass abgekupfert wird -- mal plump, mal raffiniert -- ist wachen Beobachtern der Branche nicht verborgen geblieben", so Weber zu "persoenlich.com". "Man ist sich deshalb an einiges gewöhnt, ja leider schon fast ein wenig abgestumpft." In diesem Fall gehe das Schmücken mit fremden Federn aber zu weit.
Dies nicht zuletzt weil mit FuW der Kunde aus dem gleichen Medienhaus wie "Facts" stamme: Tamedia. "Das finde ich von einem bedeutenden Printmedium ein bisschen peinlich, von der verantwortlichen Agentur irgendwas in der Region zwischen unprofessionell, unanständig, dreist und doof, urheberrechtlich aber vor allem alles andere als blitzeblank", meint Weber. Der Werber will die Sache denn auch nicht auf sich sitzen lassen: "Ein netter Brief an 'Finanz + Wirtschaft' ist unterwegs, und Wirz habe ich eine E-Mail geschickt, um zu fragen, wohin ich meine Rechung schicken soll."
'Vorwürfe sind absurd'
Matthias Freuler, verantwortlicher CD für die FuW-Kampagne bei Wirz, nahm gegenüber "persoenlich.com" Stellung zu Reinhold Webers Vorwürfen. "Ich habe die Reini-Anzeigen für 'Facts' damals im 'persönlich rot' gesehen, bei der Kreation der neuen FuW-Kampagne waren sie uns aber nicht präsent." Der Vorwurf, dass die Tamedia eine abgeschossene Reini-Idee der FuW weitergeleitet habe, damit Wirz Werbung sie dann umsetze, sei absurd.
Um für die FuW die Kernaussage "Man muss die Details kennen..." zu illustrieren, habe man die Idee der technischen Explosions-Zeichnungen aufgenommen. Diese Art von Darstellung, die in der Industrie (insbesondere in der Motorenkonstruktion) laut Freuler seit je her zur Anwendung kommt, habe Wirz für FuW auf neue und ungewohnte Art eingesetzt: nämlich fotografiert.
"persoenlich.com" wurde übrigens noch eine weitere Kampagne mit vergleichbarer Idee und Umsetzung zugespielt. McCann Erickson, Milan, zerlegte 2007 für "La Gazzetta dello Sport" eine Ferrari in seine Einzelteile. Dazu Freuler abschliessend: "Ich sehe dieses Bild zum 1. Mal, ist schön gemacht."
Reinhold Werbeagentur 2004 für "Facts":
McCann Erickson, Milan 2007 für "La Gazzetta dello Sport":
Wirz Werbung 2008 für "Finanz und Wirtschaft":
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[14.05.2008 - 16.13 Uhr]
Jacques Pratt
Damian Ortega lässt grüssen: http://egologia.blogspot.com/2006/10/cosmic-thing-2002-de-damin-ortega-el.html
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[14.05.2008 - 19.41 Uhr]
Milo B.
Also sowas von geklaut.
Wäck! |
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