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Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen die "Weltwoche" abgewiesen. Zu beurteilen hatte er ein Interview mit dem Anthropologen Gregory Cochran über die
Intelligenz ost- und mitteleuropäischer Juden. Im Interview hatte dieser gesagt, Juden hätten einen höheren Intelligenzquotienten, aber kein besonders ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen. Ausserdem litten sie an eigenen
Erbkrankheiten.
Das Interview habe die Angehörigen jüdischen Glaubens nicht kollektiv herabgesetzt, schreibt der Presserat in seiner am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Auch werde mit dem Interview nicht Vorurteilen oder sachlich nicht gerechtfertigten Verallgemeinerungen Vorschub geleistet. Das Diskriminierungsverbot sei nicht im Sinne einer "political correctness" zu interpretieren, hält der Presserat fest. Medien dürften auch "politisch unkorrekte" Stimmen zu Wort kommen lassen.
Beim fraglichen Interview sei die Leserschaft in der Lage, die Person des Interviewten und dessen Aussagen einzuordnen. Ein latentes Diskriminierungspotenzial sei allerdings "nicht zu übersehen", räumt der Presserat ein. Die Ausgrenzung einer Gruppe könne sich unter Umständen auch aus einer Differenzierung aufgrund "positiver" Merkmale ergeben. (sda)
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[10.06.2008 - 14.30 Uhr]
simon s.
Erfreulich. Die Leute, die die Weltwoche immer anschwärzen wollen haben wieder verloren. Verschiedene Ansichten gehören einfach zu einem Meinungsbildungsprozess dazu und ich bin froh, dass wenigstens eine Zeitung in diesem Land ein bisschen Mut hat. |
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