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Herr von Albertini, Ende Oktober wird "20min Friday" lanciert. Unser erster Eindruck: Es gleicht auffällig stark der SI Style. Zufall?
- Das mag Ihr Eindruck sein. Wir sprechen hier von einem People-Magazin. Da gibt es Berührungspunkte und Überschneidungen mit anderen Produkten. Der Modeteil von "Friday" darf auch gerne an die "Annabelle" erinnern. Unsere Gestalter orientierten sich aber an keinen bestehenden Produkten. "20min Friday" trägt eine eigene Handschrift. Das Schriftbild ist einzigartig und sah man in dieser Form mit Sicherheit noch nie.
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In einem Interview mit dem "Schweizer Journalist" sagte Chefredaktor Marco Boselli, das es besonders schwierig sei, junge Frauen zwischen 16-29 Jahren mit einem Printprodukt zu erreichen. Wie wollen Sie das mit "20min Friday" schaffen?
- Das wird uns mit diesem neuen Konzept gelingen. Wir haben die richtigen Leute auf der Redaktion, welche dieselbe Sprache sprechen wie die anvisierte Leserschaft. Zudem werden wir jede Woche mit einem guten Themen-Mix überraschen. Aber auch die Markenstärke von "20 Minuten" sowie der Partnerverbund mit "Annabelle" und "Tilllate" wird uns sicher hilfreich sein. Dies und natürlich die kostenlose Verfügbarkeit macht "Friday" bei jungen Frauen attraktiv.
"Friday" ist ein reines Frauenmagazin?
- Das Heft ist eindeutig weiblich ausgerichtet. Wir haben aber auch geschlechterneutrale Gefässe, wie beispielsweise die Nightlife-Seiten. Im Übrigen bin ich überzeugt, dass auch Männer dieses Heft attraktiv finden werden, weil sie sich genauso für Beauty- und Lifestyle-Themen interessieren. Es wird mit Sicherheit viele geben, die darin rumschmökern, sich aber nicht bekennen werden. Das gleiche Phänomen wie bei "Annabelle" also.
Das Heft ist für die Vermarktung sehr interessant. Auf praktisch jeder Seite wird doch was verkauft. Selbst auf den redaktionellen Seiten sind praktisch alle Produkte mit einem Preishinweis versehen. Hand aufs Herz, sind Sie als Verlagsleiter nicht auch heimlicher Chefredaktor?
- Definitiv nicht. Die Redaktion unterliegt nicht meiner Leitung und die redaktionelle Unabhängikeit wird auch bei "Friday" gewährleistet sein. Wir schliessen auch keine Schweinedeals im Hintergrund ab. Ich kann meine Hand ins Feuer legen, dass die Produkte, die wir abbilden, von Qualität sind und die Redaktion dahinter steht.
Aber noch mal. Bei vielen Bildern findet sich ein Hinweis zu Hersteller und Preis.
- Schön wärs, wenn wir dafür Geld bekämen. Aber damit generieren wir keine Einnahmen. Die Hinweise sind branchenüblich und in anderen Lifestyle-Magazinen zu finden - wir verstehen das als Serviceleistung unseren Lesern gegenüber.
Wie haben die Media-Agenturen auf das Produkt reagiert?
- Wir haben durchs Band positives Feedback erhalten. Idee und Konzept sowie die Umsetzung scheinen zu überzeugen, was mir zeigt, dass wir auf gutem Weg sind. Auch das Kooperationskonzept mit "Annabelle" und "Tilllate" wird als positiv beurteilt.
Sie machen einen gelassenen Eindruck. Was, wenn Ringier ein Konkurrenzprodukt auf den Markt wirft?
- Da sehen wir gelassen entgegen. Wir konnten uns lange vorbereiten und haben ein starke Mannschaft beisammen. Wir lassen uns hier nicht auf irgendwelche Spekulationen ein. Den Wettbewerb fürchten wir nicht und werden den eingeschlagenen Kurs so oder so weiterverfolgen.
Zum Vertriebskonzept. Das Heft wird über das Boxennetzt verteilt. Es sollen noch andere Vertriebskanäle zum Einsatz kommen. Welche?
- Da ist noch nichts spruchreif. Es ist aber gesichert, dass wir das Heft noch anders verteilen werden.
In Clubs vor den Toiletten?
- Nein, bestimmt nicht. "Friday" ist ein hochwertiges Produkt, was sich auch bei der Partnerwahl zeigen wird. Wir werden uns auf einige ausgewählte Vertriebspartner fokussieren, welche unseren Qualitätsansprüchen bestmöglich gerecht werden.
Zum Schluss noch eine Frage zu Ihrer Person. Bleiben Sie bei Tamedia? In der Branche wird über Ihren Weggang spekuliert.
- Da wissen sie definitiv mehr als ich. Ich bleibe bei Tamedia. „20min Friday“ ist für mich eine Perle. Nach neun Jahren beim "Tages-Anzeiger" erhielt ich die Möglichkeit intern den Geschäftsbereich zu wechseln und bin top motiviert.
(Interview: Christian Lüscher)
Und so sieht die Nullnummer von "20min Friday" aus. Auffallend der Einsatz von verschiedenen Schriften und das verspielte Layout:
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[02.10.2008 - 7.48 Uhr]
Andi Oberholzer
Ringier hat das Konkurrenzprodukt bereits in Planung. Einmal mehr wird reagiert statt agiert.... wer kommt wohl mit der ersten GRATIS Sonntagszeitung? DAS wäre innovativ..... |
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[02.10.2008 - 8.47 Uhr]
Michael Barney
Sieht frisch und neu aus. Wohltuend anders. Nicht in diesem "Einheits-" und "Mee-to-"-Look der anderen Modeblätter. Macht bestimmt Spass. Und auch ein klein bisschen neidisch. |
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[08.10.2008 - 19.08 Uhr]
simone körner
sagen wir es mal so, weder layout, noch Inhalt, noch Namen zeugen von übermässiger Kreativität. Würde mal sagen eine kopie einer kopie einer kope :) |
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