|
Während hiesige Medienhäuser keine neuen Projekte lancieren und den Sparkurs einschlagen, hat ein Kleinverleger eine unbesetzte Nische gefunden. René Louis Bommeli hat in dieser Woche ein Gratiszeitungsprojekt lanciert. So verteilen in Zürich Kolporteure die neue "Prawda" (Wahrheit). Auf acht Seiten gibts darin erfundene Geschichten und Kleinanzeigen zu lesen.
Aufmacher der Erstausgabe ist eine Bilanz zur zweiwöchigen Amtszeit von US-Präsident Obama. Dieser habe das WEF in Davos nicht besucht und könne deshalb nicht pauschal besteuert werden, steht da unter anderem geschrieben. Weiter berichtet die Postille von der Pleite der Schlieremer Universal-Bank (SUB) oder einer "reisslustigen Wölfin", die im Berner Oberland Alpinisten zerfleischt - illustriert mit dem Bild einer Hauskatze. Unter der Rubrik Kleinanzeigen wird ein "Geraniendüngekurs für Arschlöcher" oder "Kerzenziehen für Kokainabhängige" angeboten.
Auf die Idee einer eigenen Zeitung sei er gekommen, weil ihn der Einheitsbrei genervt habe, den die Gratiszeitungen täglich abdruckten. Bommeli hat hohe Ziele: Jeden Dienstag soll eine Ausgabe in einer Auflage von 10 000 Stück erscheinen, finanziert durch Inserate und Gönner. (Quelle: "Tages-Anzeiger")
| |
[06.02.2009 - 9.56 Uhr]
Michael Barney
He, das ist Klasse! Der Wahrheit die Ehre: Wenn Sie, Herr Bommeli, noch einen Schreiber brauchen - ich bin dabei. Und dann noch günstiger als es Ringier oder sonst wer. Wäre das für Sie okay? |
| |
[06.02.2009 - 18.38 Uhr]
Norman Ehlert
Gabs sowas vor Jahren nicht schon mal? Die Weekly World News. Ich mag sowas! :) Solle bitte auch in Hamburg verteilt werden...
|
| |
|