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Kleine Wörter, die einen Satz ungültig machen, bringen unser Gehirn ins Schwitzen. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Tufts University, die durch Gehirnstrommessungen untersucht haben, wie verneinte Aussagen verarbeitet werden. Sie setzten ihren Testpersonen Elektroden auf die Kopfhaut und liessen sie verschiedene verneinte Sätze lesen. Darunter waren teilweise Aussagen, denen die Leser zustimmen konnten, wie etwa: "Rotwein in Massen ist nicht ungesund." Anderen Sätzen wie "Vitamine sind nicht sehr schlecht für die Gesundheit" verlieh das fehlerhafte Wörtchen "nicht" einen Sinn, der der Auffassung der Leser widersprach. Das Gehirn arbeitet bei falschen Verneinungen viel länger, so die Forscher in der Fachzeitschrift Psychological Science.
"Falsche Sätze werden bis zu 400 Millisekunden später verarbeitet", erklärt Gert Rickeit, Psycholinguist an der Universität Bielefeld, im pressetext-Interview. Das Gehirn versucht in dieser Zeit, der Aussage einen Sinn zu verleihen, und ruft dabei sein bisheriges Wissen ab. Kann die neue Information nicht eingeordnet werden, braucht das Gehirn länger, bis es den Satz als unsinnig kategorisiert. "Aus diesem Grund sind doppelte Verneinungen wie auch Schachtelsätze schwer zu verstehen", so Rickeit. Ordnung im Satz und Kürze spare hingegen an Verarbeitungszeit.
Für den Alltagsgebrauch empfiehlt Rickeit, Aussagen positiv zu formulieren. "Eine Verneinung macht den Satz komplizierter. Wenn man etwa sagt, dass etwas 'nicht schadet', so trägt das eher zur Verwirrung des Zuhörers bei." Speziell Kinder, Menschen mit anderer Muttersprache oder mit eingeschränkter geistiger Auffassungsfähigkeit haben Probleme mit Verneinungen, besonders wenn sie im ironischen Sinn verwendet werden. "Jedoch kann die doppelte Verneinung auch als bewusstes Stilmittel eingesetzt werden", betont Rickeit. (pte)
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[16.02.2009 - 15.34 Uhr]
Michael Barney
Ach, Herr Rickeit, wenn wir Texter Leute wie Sie nicht hätten! Nicht, verwirrt? Klar - okay. Da ich aus Herford, 21 Kilometer oberhalb von Bielefeld gelegen stamme, kenne ich die Gegend: Und sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann treffen wir uns in Bielefeld. Oder hier im "persönlich", nicht?! |
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[01.03.2009 - 11.48 Uhr]
gerald angerer
trefft euch doch im hypothetischen imperativ ;-)) |
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