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Für Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument kämpfen
die bezahlten Printmedien derzeit um ihr Überleben. Er sei sich
inzwischen nicht mehr sicher, ob diese wirklich eine Zukunft
haben. Noch sei die Presse allerdings das wichtigste Standbein der Verlage,
sagte er in einem Interview mit der Zeitung "Le Temps" vom Samstag.
So stammten 90 Prozent der Einnahmen der Verlagshäuser aus dem
Printbereich.
Für Lebrument befindet sich die Schweizer Presselandschaft in
einer Übergangsphase. Die Verlage versuchten zwar, das Internet
in ihr Geschäftsmodell zu integrieren, doch wirklich Geld verdient
werde noch nicht. Hoffnung setzt Lebrument, der unter anderem die Zeitung "Südostschweiz"
verlegt, in die Regionalzeitungen. Die Bevölkerung müsse sich
mit der Region identifizieren können. Dazu seien die regionalen
Zeitungen essentiell. (sda)
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[08.03.2009 - 16.45 Uhr]
Pierre Rothschild
Webn die Verlage weiter sparen und die Redaktoren auf die Strasse stellen, könnte Lebruments düsteres Bild Wahrheit werden. Wenn man aber in Content investiert, in gute Leute und sogar ausbaut (ja, man muss halt an die Reserven!), dann haben Zeitungen eine gute Zukunft. Ich erinnere mich an eine Rede von Dr. Heinrich Oswald s. A., der einmal als Ringier-Chef sagte: "Für eine gute Zeitung bezahlen die Leute gerne, für eine schlechte Zeitung aber nichts." - Wenn man die Arbeit gut macht, dann lesen die Leute. Der Springer-Verlag hat nich eine einzige Gratis-Zeitung und hat ein Rekord-Ergebnis 2008 gehabt. |
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[10.03.2009 - 9.13 Uhr]
Hardy Jäggi
@Pierre Rothschild
Schön, wenn es so einfach wäre.
Ihre Aussage würde bedeuten, dass die Zeitungen in den letzten Jahren schlechte Qualität geboten haben. Der Abo-Schwund hat ja nicht erst mit der Wirtschaftskrise eingesetzt.
Nein, die Probleme liegen anderswo. z.B. im veränderten Informationsverhalten. Viele Leute sehen nicht ein, warum sie eine Zeitung abonnieren sollen, in der steht, was sie am Vortag bereits im Internet gelesen oder im Radio gehört haben.
Für die Lektüre von Hintergründen fehlt vielen Leuten zudem die Zeit (respektive sie setzen ihre Prioritäten in der Freizeit anders).
Bei jüngeren Leuten ist es nicht "trendy" Zeitung zu lesen. Da haben die Verlage es leider versäumt, sich ein entsprechendes Image zu geben. Zu spät ist es noch nicht. Aber es ist höchste Zeit, sich etwas einfallen zu lassen!
Tja und dann ist da noch der Fehler, dass man lange Zeit der Meinung war, im Internet müsse alles Gratis sein und das dann sogar noch in den Printbereich ausdehnte.
Hier wieder den Schritt zurück (sprich zu bezahltem Content) zu machen, ist ausserordentlich schwer. Dennoch meines Erachtens unumgänglich. Wer für einen Song CHF 1.50 bezahlt wird für eine Information die ihn/sie interessiert auch CHF 0.20 bezahlen. Und Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
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