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Die Printausgabe von Cash geht also doch über den Jordan ("persoenlich.com" berichtete). Ringier stellt die Zeitung ein und setzt neu ausschliesslich auf das digitale Angebot. Das heisst: Geld verdienen möchte der Verlag mit der Plattform cash.ch, cash TV, WebTV und mit mobile Applikationen. Wie das Unternehmen schreibt, verfolge man nun konsequent die Strategie der Produktion zeitgemässer Wirtschaftsinformationen die einen papierlosen Vertrieb ab 2012 vorsah. Aufgrund der rückläufigen Entwicklung im Anzeigenmarkt habe der Verwaltungsrat von Ringier dem Antrag des Managements zugestimmt, diesen Schritt bereits jetzt zu vollziehen. Die Einstellung führt auch zu einem Stellenabbau. Es betrifft 23 Personen, für die ein Sozialplan besteht.
Überraschend ist die Einstellung nicht, weil Ringier-Chef Christian Unger diesen bereits in der Konkurrenzpublikation "Bilanz" letzte Woche teilweise angedeutet hat. Unger: "Cash steckt in einer komplexen Situation: Wir haben steigende Leserzahlen, gewinnen Marktanteile, gleichwohl sind wir durch den einbrechenden Werbemarkt nun auf eine tiefere Ebene geworfen worden. Klar ist, aufgrund der negativen Rahmenbedingungen verändert sich die Situation dramatisch. Und wir müssen uns hier fragen, wie wir mit Cash weiterkommen." Weiter sagte Unger, dass Ringier sich überlege, wie man die Marke Cash im elektronischen Bereich weiter stärken könne. Interessant: Unger betont, dass Cash online kurzfristig nicht, ohne die Untermauerung durch das Printprodukt, überleben könne. Es brauche ein paar Jahre, bis Cash online allein überlebensfähig sei.
(--> Interview mit Ringier Schweiz-Chef Marc Walder)
Vogt-Schild Medien Gruppe geht an AZ Medien AG
Nach dem Zusammenschluss von Tamedia und Edipresse schliessen sich die übrigen Verleger zusammen. Den Anfang machen nun offiziell das Solothurner Medienhaus Vogt-Schild und die AZ Medien Gruppe. Die Mehrheitsaktionärin der Vogt-Schild Holding AG, die Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung, hat sich entschieden, ihren 65 Prozent Anteil rückwirkend per 1. Januar 2009 an die AZ Medien AG zu verkaufen. Die AZ Medien AG ist bereits seit 2005 mit 17,5 Prozent und seit 2007 mit 35 Prozent an der Vogt-Schild Holding AG beteiligt. Mit dem Verkauf an die AZ Medien AG wolle die bisherige Mehrheitsaktionärin die langfristige Weiterentwicklung der "Solothurner Zeitung" sicherstellen, wie die Unternehmen mitteilen.
Die "Solothurner Zeitung" wolle sich den Herausforderungen des im Umbruch befindlichen Medienmarktes gestärkt stellen. Sie gehört zusammen mit "Aargauer Zeitung", "Limmattaler Zeitung", "Basellandschaftliche Zeitung", "Oltner Tagblatt" und "Zofinger Tagblatt" dem Verbund der "Mittelland Zeitung" an. Mit einer beglaubigten Auflage von 202 670 Exemplaren und 414 000 Leserinnen und Lesern ist die "Mittelland Zeitung" die drittgrösste abonnierte Tageszeitung der Schweiz.
Für AZ Medien bedeutet der Kauf der Vogt-Schild Medien Gruppe eine markante Stärkung ihrer Position im Mittelland. Die Zusammenarbeit hat sich bisher weitgehend auf die Redaktionen innerhalb der "Mittelland Zeitung" und den Anzeigenverkauf im nationalen Werbemarkt fokussiert. In Zukunft möchte das Medienhaus von Peter Wanner verschiedene Projekte zur besseren Nutzung von Synergien (Druck, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, Infrastruktur, Serviceabteilungen) über alle Geschäftsbereiche initiieren.
Zum Verwaltungsrat der Vogt-Schild Holding AG. Dieser wird verkleinert. Einsitz darin werden Jürg Schärer (VR-Präsident), Peter Wanner (Delegierter) und Georg Müller (Mitglied) haben. Die spätere Ergänzung des Verwaltungsrats mit einem Vertreter aus dem Kanton Solothurn bleibt vorerst noch offen. Den auf das Datum der ordentlichen Generalversammlung ausscheidenden bisherigen VR-Mitgliedern, René Rhinow (Präsident), Max Bühlmann, Beat Lorétan, Françoise Marcuard und Marco de Stoppani, sprechen die Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung und die AZ Medien AG ihren aufrichtigen Dank für die geleisteten Dienste und die jederzeit konstruktive Zusammenarbeit aus.
(--> Interview mit Vogt Schild CEO Christian Müller)
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