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Für das digitale Marketing von Luxusuhrenmarken reicht die Werbung auf offiziellen Websites nicht mehr aus. Immer wichtiger wird die Präsenz in Sozialen Mediennetzwerken wie Facebook oder YouTube. Das zeigt der 5. WordWatchReport, eine von IC-Agency durchgeführte Marktstudie. Cartier dominiert laut Studie die Facebook-Szene mit 30'000 Fans, gefolgt von TAG Heuer (18.500), Rolex (17.500), Bulgari (14.300) und Breitling (13.600).
Facebook Fan Pages (Stand 16.3.2009):
Auch YouTube ist ein wichtiger Kanal für die Uhrenindustrie. Doch es sind nicht nur die Firmen, welche ihre Filme auf dem Portal selber verbreiten. Videos, die von Fans bereitgestellt werden, nehmen 38 Prozent der Markenpräsenz ein. Bei der Analyse zeigt sich auch, dass die Marken auf YouTube mit starken Botschaftern und mit vielen Produkten präsent sein müssen, um eine möglichst grosse Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Verteilung der weltweiten Nachfrage nach Luxusuhren
Europa beansprucht den grössten Marktanteil (44,2 %), wobei Grossbritannien (14,6 %) die Rolle des Spitzenreiters einnimmt, gefolgt von Deutschland (12,1 %), Italien (9,6 %) und Frankreich (7,7 %). Die Vereinigten Staaten stellen jedoch nach wie vor den mit Abstand wichtigsten Markt dar (42,8%). Der Markt in Asien hinkt mit 13,2 % immer noch hinterher, wobei China (7,4 %) nun Japan (5,8 %) überholt hat, obwohl der Anteil der Internetbenutzer in China nur 22 % gegenüber 74 % in Japan
beträgt.
Chinesische Käufer sind hauptsächlich an Marken (77 %) und weniger an bestimmten Modellen interessiert (weniger als 10 %, wohingegen dieser Wert normalerweise bei etwa 18 % liegt). Dadurch wird das sich entfaltende Interesse an der Schweizer Uhrenkultur und die zentrale Rolle des Produktmarketings unterstrichen.
Omega-Modelle mit stärkster Nachfrage und besten Botschaftern
Omega nimmt die beiden Spitzenplätze in der Bewertung der führenden 20 Modelle ein. "Seamaster" (7,8 %) und "Speedmaster" (4,7 %) liegen dabei vor dem Rolex-Modell "Daytona", das mit 4,3 % vom 2. auf den 3. Platz abgerutscht ist. Das Modell "Link“ von TAG Heuer (10. Platz), das Rolex-Modell "Date“ (16. Platz) und das
Omega-Modell "Planet Ocean“ (20. Platz) erscheinen zum ersten Mal in der Rangliste.
Omega, die am höchsten eingestufte Marke (17 %), nutzt den Michael-Phelps-Effekt, der vom Erfolg dieses US-amerikanischen Schwimmers bei den Olympischen Spielen in Peking und seinem Medaillenrekord (8 Goldmedaillen) ausgeht.
Sechs der Markenbotschafter von TAG Heuer werden in der Top-20-Liste aufgeführt. An der Spitze steht dabei der Golfprofi Tiger Woods, auf den 15 % der Suchanfragen entfallen, gefolgt vom Bollywood-Star Shah Rukh Khan (7 %), dem Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton (4 %), dem Schauspieler Leonardo DiCaprio (3 %), der Tennisspielerin Maria Sharapova (3 %) und dem verstorbenen Schauspieler und Rennfahrer Steve McQueen (2 %).
USA wichtigster Markt für Fälschungen
Der wichtigste Markt für Fälschungen ist nach wie vor in den Vereinigten Staaten zu finden, die mehr als 66 % der weltweiten Nachfrage repräsentieren. Der Anteil des Interesses an Fälschungen (6 %) ist jedoch laut Studie im Vergleich zur Gesamtzahl der Suchen nach authentischen Produkten (94 %) nur von marginaler Bedeutung.
Achtzig Prozent der Nachfrage nach gefälschten Produkten ist ausschliesslich auf Rolex gerichtet. Die verbleibenden 20 % sind auf die anderen 24 Marken verteilt, die bei der Untersuchung berücksichtigt wurden. Japan ist das einzige Land, in dem die Anzahl der Suchanfragen nach Fälschungen der Marke Omega (15 %) die Anzahl der Suchen nach Rolex-Fälschungen (11%) übertrifft.
Die 5. Auflage der Marktstudie WorldWatchReport, die von der auf das digitale Marketing von Luxusartikeln spezialisierten IC-Agency veröffentlicht wurde, entschlüsselt Anfragen in Internet-Suchmaschinen von Millionen von potenziellen und tatsächlichen Käufern von 25 Luxusuhrenmarken. Die Studie berücksichtigt 7
wichtige Exportmärkte: China und Japan sowie die USA, Grossbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland.
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