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Herr Brühwiler, Sie nehmen die Werbung von Cablecom mit einer eigenen Kampagnenversion heftig aufs Korn. Haben Sie wirklich diese Probleme mit dem Unternehmen?
- Ja. Wir waren vor einem Jahr noch Kunden bei der Cablecom. Eigentlich war die Dienstleitung in Ordnung. Alles funktionierte. Als wir jedoch umzogen und zur Swisscom wechselten, fing der Ärger an. Wir kündeten den Vertrag, die Cablecom allerdings ist der Auffassung, dass wir zwar den Telefonanschluss gekündet hätten, der Internetvertrag jedoch weiter laufe. Ich müsse das Abo weiter bezahlen. Nebst dem Ärger mit Cablecom stehen nun auch die Geldeintreiber der Intrum Justita vor der Tür. Das ist sehr unangenehm.
Und deshalb suchen Sie die Öffentlichkeit mit einer solchen Verballhornung.
- Genau. Der Start der Cablecom-Kampagne stimmt auch zeitlich mit meinem Ärger überein. Ich dachte mir, dass man diese nicht unbeantwortet lassen kann. Es war eine spontane Idee.
War sie aufwendig zu realisieren.
- Nein. Zusammen mit David Worni von fruehjahr.ch kreierten wir die Sujets innert drei Stunden.
Haben Sie mit einer solchen Resonanz gerechnet?
- Nein. Dass sich meine Kampagne wie ein Lauffeuer im Internet verbreitet, damit habe ich nicht gerechnet.
Verbreiteten Sie Ihre Cablecom-Variante aktiv im Netz?
- Ich hab die Sujets nur auf meinen Blog gestellt. Auf Twitter konnte man ab und zu noch etwas über meinen Frust mit der Cablecom lesen.
In Ihrem Blog ist die Idee aufgekommen, in einer Nacht- und Nebelaktion die offiziellen Werbeplakate mit denen von Ihnen auszutauschen.
- Das wäre sicher eine humorvolle Aktion, rechtlich jedoch nicht durchführbar. Ausschliessen kann man jedoch nichts (lacht).
Hat sich die Cablecom eigentlich schon gemeldet?
- Bis jetzt nicht. Wenn sich meine Idee noch weiter verbreitet, dann wird das Unternehmen sicher aktiv. Lassen wir uns überraschen.
(Interview: Christian Lüscher)
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