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Der legendäre Topmanager und gebürtige Schweizer Robert "Bob" Lutz bleibt nach dem Neustart von General Motors überraschend an Bord. Der 77-Jährige werde als Vizepräsident im Verwaltungsrat für Produkte und Marketing zuständig sein, teilte der Konzern am Freitag mit. Im Februar hatte GM den Rücktritt seines langjährigen Vize-Chefs bis Ende Jahr angekündigt. Lutz war vor allem für die Produktpolitik zuständig. Diese Aufgabe wurde inzwischen offiziell von Thomas Stevens übernommen.
Lutz ist ein Urgestein der US-Automobilindustrie. Bei GM ist er der "Produkt-Guru". Mit seiner direkten Art und manchen Äusserungen in der Öffentlichkeit sorgte er immer wieder für Aufsehen. Lutz hatte seine Karriere bei GM schon 1963 begonnen, arbeitete zwischenzeitlich aber auch jeweils mehr als zehn Jahre lang in Führungsjobs bei den Konkurrenten Ford und Chrysler.
GM kämpft mit drastischen Absatzeinbrüchen. Das ist auch eine Folge der verfehlten Modell-Palette, die seit Jahrzehnten vor allem aus benzindurstigen Limousinen und schweren Pickups besteht. Unter Lutz wurde zuletzt eine allmähliche Neuordnung der Modellpolitik eingeleitet, mit der auch mehr sparsamere Wagen ins Angebot kommen sollen. Deren Erfolg gilt als Überlebensfrage bei der laufenden Sanierung des GM-Konzerns. (sda)
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