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Frankreich will über eine "Google-Steuer" von
den Einnahmen bei der Online-Werbung profitieren. Präsident Nicolas
Sarkozy sprach sich am Donnerstag in Paris für die Einführung
einer solchen Abgabe aus und griff damit den Vorschlag einer
Regierungskommission auf. Das Finanzministerium solle untersuchen, inwiefern Werbung auf
Suchmaschinen und Internetportalen besteuert werden könne. "Diese
Unternehmen werden dort besteuert, wo sie ihren Sitz haben, dabei
schöpfen sie einen Teil unseres Werbemarktes ab", sagte er und
meinte: "Diese Art von Steuerflucht ist bedauerlich."
Sarkozy plädierte zudem dafür, die Wettbewerbshüter einzuschalten,
um die dominante Stellung des US-Konzerns Google auf dem Online-Werbemarkt
zu überprüfen. Er kündigte weiter an, Jugendlichen mit subventionierten
Angeboten das kostenpflichtige Herunterladen von Musik schmackhaft
zu machen.
Dazu solle es bis zum kommenden Sommer eine "Musik-Karte" für
junge Leute geben, mit der sie im Internet Musik zum halben Preis
kaufen können. Die andere Hälfte der Kosten werde der Staat übernehmen. "Man muss die jungen Menschen wieder daran gewöhnen, dass Musik
etwas kostet. Sich Musik anzuschaffen ist eine gute Investition",
sagte Sarkozy. Den Vorsitz der Regierungskommission hatte der
Produzent seiner Gattin Carla Bruni.
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