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Ringier kommuniziert: "Durch die Zusammenführung der Redaktionen von Blick, Blick am Abend, SonntagsBlick und Blick.ch sowie schlankerer Arbeitsabläufe entstehen Synergien, die zum Abbau von insgesamt rund 22 Mitarbeitervollzeitstellen führen." Davon entfallen rund zwei Drittel auf die Produktion, die schreibenden Ressorts sind mit rund einem Drittel vom Stellenabbau weniger stark betroffen. Nach den Konsultativ-Verhandlungen mit der Personalkommission, freiwilligen Abgängen, Anpassungen der Ressortgrössen nach oben, Pensenreduktionen, sowie internen Wechseln konnte der am 12. Januar 2010 angekündigte Abbau von 29 Mitarbeitervollzeitstellen auf rund 22 reduziert werden. Insgesamt müssen 25 Kündigungen ausgesprochen werden. Zusätzlich wird das Mandatsverhältnis mit zwei freien Mitarbeitenden aufgelöst und es kommt zu drei vorzeitigen Pensionierungen.
Für alle 25 gekündigten Mitarbeitenden kommt ein im Mai 2009 mit der Personalkommission der Ringier AG ausgehandelter Sozialplan zur Anwendung. Dieser sieht vor, dass die vertragliche Kündigungsfrist, abhängig vom Alter des Mitarbeitenden um einen bis drei Monate verlängert wird. Zudem entrichtet Ringier eine von den Dienstjahren abhängige Abgangsentschädigung. Bei Kündigungen im Zusammenhang mit der Einrichtung des Integrierten Newsroom leistet Ringier im Falle von Arbeitslosigkeit oder Antritt einer neuen Stelle mit tieferem Gehalt während maximal weiteren sechs Monaten nach Ablauf der verlängerten Kündigungsfrist Ausgleichszahlungen bis zur Höhe des heutigen Gehalts. Darüber hinaus werden von einer Kündigung betroffenen Mitarbeitenden externe Standortbestimmungen und individuelles Coaching angeboten, wie das Verlagshaus Ringier in einer Pressemitteilung vom Dienstag schreibt.
Ab der zweiten Märzwoche werden die Redaktionen von "Blick", "Blick am Abend", "SonntagsBlick" und "Blick.ch" unter einem Dach im grössten Newsroom der Schweiz arbeiten. Als Reaktion auf das veränderte Mediennutzungsverhalten sei es das Ziel des Newsrooms, dem Medienkonsumenten jederzeit auf jedem Kanal die von ihm gewünschten Inhalte anbieten zu können, schreibt Ringier weiter. Publizistisch und ökonomisch sei dies am Besten in der Organisation eines Integrierten Newsrooms möglich.
Fragen an Stefan Hackh, Mediensprecher von Ringier
Herr Hackh, die Planung für den Newsroom ist nun abgeschlossen, die Posten besetzt. Wie geht es nun weiter?
- Der Newsroom nimmt wie geplant am 7. März den operativen Betrieb auf. Ab diesem Zeitpunkt werden die Inhalte von "Blick", "SonntagsBlick", "Blick am Abend" und "Blick.ch" aus dem Integrierten Newsroom heraus produziert und aufeinander abgestimmt. Der Newsroom ist die Antwort auf das veränderte Mediennutzungsverhalten unserer Leserinnen und Leser. Wir wollen ihnen jederzeit Nachrichten und Unterhaltung auf dem jeweils am Besten geeigneten Kanal zur Verfügung stellen.
Erfolgt ein spezielles Training für die Abläufe im Newsroom?
- Bereits im Vorfeld fanden für die redaktionellen Mitarbeitenden Schulungen statt. Selbstverständlich werden jetzt, da die Teams definiert sind, die Abläufe ganz konkret vermittelt.
In der Medienmitteilung war auch zu lesen, dass einige Leute freiwillig gegangen sind. Mit welcher Begründung? Herrscht Anti-Newsroom-Stimmung?
- Die Gründe, die jemanden seine Stelle kündigen lassen, sind so vielfältig wie die Menschen selber. In den internen Schulungen haben wir immer wieder gesehen, dass bei vielen kritischen Mitarbeitenden bei näherer Beschäftigung mit dem Thema die Chancen und Vorteile des Newsrooms in den Vordergrund traten. Beispielsweise werden viele Journalisten plötzlich deutlich mehr Leser erreichen, weil sie neu auf mehreren Kanälen publizieren können. Zudem schätzen es viele, in der modernsten Redaktion der Schweiz zu arbeiten und erstklassig auf die Herausforderungen der zukünftigen Produktion von Medieninhalten vorbereitet zu sein.
Wie ist die Stimmung derzeit innerhalb der "Blick"-Gruppe? Wissen die Leute, was sie erwartet?
- Primär sind alle froh, dass die Zeit der Ungewissheit vorbei ist und nun vorwärts geschaut werden kann.
Wissen sie's?
- Selbstverständlich haben wir unsere Mitarbeitenden über eine längere Zeit mittels internen Informationsveranstaltungen, Artikeln in internen Kanälen und Schulungen auf die Arbeit im Newsroom vorbereitet.
Zwei Drittel des Personals werden in der Produktion abgebaut. Wie wird in Zukunft genau produziert?
- Die Produktionsprozesse wurden allgemein vereinfacht und Redundanzen in den Arbeitsabläufen beseitig. Am Produktionsverfahren an sich ändert sich aber nichts. Die grossen Synergien in der Produktion entstanden durch die Zusammenführung von heute örtlich getrennten Redaktionen mit unterschiedlichen Produktionszeiten.
(Interview: Adrian Schräder)
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[17.02.2010 - 14.42 Uhr]
urs kunz
gibt es neben dem neuen newsroom eigentlich bei ringier auch eine abteilung die für die korrekte eingabe von kozessionsgesuchen (man beachte das plural) zuständig ist? da sähe ich für die zukunft auch noch das potential so by the way paar millionen einzusparen |
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