16.11.2017

Filmgerberei

Wenn sich ein Kanton gleich selbst vorstellt

Zum ersten Mal in seiner Geschichte produziert der Kanton Zürich einen Imagefilm. Die Filmgerberei übernahm diese Pionierarbeit und choreografierte Menschen und Maschinen zu einem etwas anderen Bild über den Kanton Zürich.
Filmgerberei: Wenn sich ein Kanton gleich selbst vorstellt
Über 80 Mitwirkende, darunter die Trachtengruppe Bülach, stellen in originellen und überraschenden Choreographien die Vielfalt des Kantons Zürich dar. (Bilder: zVg.)

Zweieinhalb Minuten für das Image des Kantons Zürich: Mit dem Konzept «Das bin ich» hat die Filmgerberei zusammen mit dem Regisseur Piet Baumgartner die Verantwortlichen überzeugt. Aus der Ich-Perspektive erzählt der Kanton Zürich selbstkritisch, wer er ist und wie er mit seinen Schwächen und Stärken die Menschen begeistert. Selbstbewusst, aber nicht arrogant und immer eine Prise Humor, das war das Credo, heisst es in einer Mitteilung der Filmgerberei.

Mit seinen emotionalen Bildern weckt der Film Sympathien für den Kanton Zürich. «Ich habe noch nie so viele Sonnenaufgänge in Zürich gesehen», resümiert Regisseur Piet Baumgartner nach getaner Arbeit. «Aber so läufts halt, wenn man sich nur für das schönste Licht entscheidet.»

Über 80 Mitwirkende aus dem ganzen Kanton

«Produktionstechnisch war der Imagefilm mit den über 40 Drehorten und den über 80 Mitwirkenden eine grosse Herausforderung», wird Produzentin Paula Liszko in der Mitteilung zitiert. Die Junioren des EV-Dielsdorf-Niederhasli, die Trachtengruppe Bülach oder die Nordicwalking Gruppe Rafzerfeld, das sind nur ein paar wenige der vielen Akteure, welche ihren Kanton in all seinen Facetten repräsentieren.

Umso wichtiger war es mit einem flexiblen Kleinst-Team bestehend aus Regisseur und Kameramann zu drehen. Denn aufwändiger als der Dreh selbst waren jeweils das Scouting, die Reko und die Proben. Die vielen Drohnenaufnahmen sollten stets geübt sein, denn die Luftaufnahmen sind zentral für die Form und das Timing der Choreografie. Am Ende steht ein Film, der in allen Details überzeugt und eine Faszination für den Kanton Zürich weckt.

Der Imagefilm wurde in Hochdeutsch, Zürcher Dialekt und Englisch vertont. Weitere Versionen in den Landessprachen Französisch und Italienisch sollen folgen.


Die rund 90’000 Franken teure Produktion wird nun auf den Sozialen Plattformen des Kantons verbreitet und ist auf der kantonalen Website zu sehen. Zudem soll «Das bin ich» beispielsweise bei Präsentationen und Vorträgen vor ausländischen Gästen gezeigt werden.

Der Film ist das Nachfolgeprodukt der Broschüre «Kanton Zürich», die letztmals im Jahr 2013 publiziert wurde. Anders als in der Broschüre wurde im Film allerdings auf Zahlen, Statistiken und Grafiken bewusst verzichtet. Diese finden sich alle auf der kantonalen Website, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.

Verantwortlich beim Kanton Zürich: Cristina Casanova und Andreas Melchior; verantwortlich bei Filmgerberei: Paula Liszko (Produktion), Piet Baumgartner (Regie), Silvio Gerber (Kamera), Lena Kast (Produktionsassistenz), Lea Filador, Ares Ceylan (Postproduktion), Roman Lerch (Musik & Sounddesign). (pd/cbe)



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Kommentare

  • Viviana Hofmann, 16.11.2017 09:44 Uhr
    Schade, die Filme wirken sehr distanziert und kühl.

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