05.04.2017

Filmgerberei

Zum ersten Mal Mamis Stimme hören

Die Schweizer Hear the World Foundation verhalf Kindern aus Panama zum Hören. Die Zürcher Produktionsfirma begleitete das Projekt.
Filmgerberei: Zum ersten Mal Mamis Stimme hören

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte spendete Hear the World Foundation Cochlea-Implantate, um Kindern mit hochgradigem Hörverlust Hören zu schenken. Die Kinder, die für dieses Pionierprojekt ausgewählt wurden, stammen alle aus den Armenvierteln Panamas. Die Filmgerberei hat die Aktion filmisch und fotografisch begleitet und die rührenden Szenen festgehalten, als die Kinder zum ersten Mal die Stimme ihrer eigenen Mutter hörten, wie es in einer Mitteilung der Filmgerberei heisst.

Als Einmannteam war Silvio Gerber mit Ton, Licht und Kamera unterwegs, um das jüngste Projekt von Hear the World zu dokumentieren. Zum einen war reisetechnisch wenig Equipment wünschenswert, viel wichtiger war aber, dass die Kinder in einem intimen Rahmen gefilmt werden konnten. Und das war eine spannende kommunikative Herausforderung, denn die Kinder haben einen hochgradigen Hörverlust und beherrschen auch keine Gebärdensprache. Trotzdem war es wichtig, dass gerade die Kinder verstanden, was der Kameramann, der so nah an ihnen dran war, denn genau macht.

Spielerisch das Filmen verstehen

Zusammen spielen und den Kindern das Filmen erklären war hierfür die Lösung. Die Kinder durften gar selbst testweise Bilder schiessen. «Kinder begreifen sehr schnell und wissen danach, warum man gewisse Dinge so und so drehen muss. Sie lernen die Abläufe oft schneller als die Erwachsenen», wird Gerber in der Mitteilung zitiert.

Die Zusammenarbeit zwischen der Hear the World Foundation, deren lokaler Projektpartner Funproi und dem Kameramann war ideal. So konnte ein Rahmen für die Dokumentation geschaffen werden, der für alle Beteiligten von grossem Vertrauen geprägt war und der die emotionalen Bilder zuliess.

Tränen der Rührung

Obschon das Equipment klein gehalten wurde, auf Qualität wurde keineswegs verzichtet. Eine hohe Framerate und ein Aufnahmemodus, der viel Freiraum für die Gestaltung in der Postproduktion liess, ermöglichten es, die Emotionen und auch die farbefrohe Welt Panamas im Film zu transportieren.

Am Schluss haben die Szenen der Implantate-Aktivierung nicht nur alle vor Ort gerührt, sondern auch in der Postproduktion flossen immer wieder die Tränen. (pd/cbe)

 



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