26.05.2016

Ad School

Mehr Digitalthemen und ein neuer Strategie-Lehrgang

Aus der Kreativschule wird die Ad School: Mitte August lancieren ADC, Leading Swiss Agencies und die Account Planning Group die neuen Lehrgänge Kreation und Strategie. Auf dem Stundenplan stehen Content Marketing, Digital Media oder Texten fürs Web. 26 neue Dozenten wurden engagiert.
Ad School: Mehr Digitalthemen und ein neuer Strategie-Lehrgang
von Michèle Widmer

Digitaler und vernetzter als bisher: ADC, Leading Swiss Agencies (LSA) und die Account Planning Group (APGS) starten Mitte August mit der Ad School. Die Partner haben ihre gemeinsamen Pläne, die bisherige ADC/BSW-Kreativschule aufzufrischen, bereits im letzten Dezember angekündigt. Nun wird es konkret: Die neuen Lehrgänge Kreation und Strategie sind ausgearbeitet, das Dozenten-Team steht und die Stundenpläne sind gemacht. Am 18. August findet der erste Kurstag statt. Dann wird Michael Conrad, ehemaliger Kreativchef von Leo Burnett interational, die Kursteilnehmer begrüssen.

Mit der Lancierung der Ad School wollen die drei Partner die bisherige Kreativschule den heutigen Ansprüchen anpassen. Ein wichtiges Stichwort ist hierbei die Digitalisierung. «Was man diesbezüglich in Schweden oder London lernen kann, sollen die jungen Kreativen auch bei uns lernen können», erklärt Schulpräsident Peter Brönnimann die Beweggründe und Ziele gegenüber persoenlich.com.

Neuer Strategie-Lehrgang

Nebst der Kreation wird das Angebot um einen Lehrgang Strategie ergänzt, beide werden berufsbegleitend durchgeführt. «In der neuen Formation bieten wir nicht nur kreativen Talenten das Rüstzeug, sondern mit dem Lehrgang Strategie auch jungen Beratern und Strategen eine spezifische Weiterbildung», sagt Brönnimann.

Die Kurse im Kreation-Lehrgang finden wie bisher beim ADC in Zürich Wiedikon statt, während die Strategie-Veranstaltungen in der KV Business School Zürich im Puls 5 durchgeführt werden. Bei einigen Kursen überschneiden sich die beiden Lehrgänge und Texter, Grafiker, AD's, Digitale sowie Berater drücken gemeinsam die Schulbank. Beide Lehrgänge machen anfangs 2017 zusammen eine Schlussarbeit – von der Strategie bis  zur fertigen Präsentation.

Ad School Logo

Der Anspruch der neuen Schule an sich ist hoch: An der Ad School Schweiz sollen die begabtesten Talente der Kommunikationsbranche von den besten Vertretern und Dozenten der Branche lernen. Dafür haben die Verantwortlichen das Dozenten-Team erneuert und die Fächer den heutigen Ansprüchen angepasst.

«Wir konnten über 36 Top-Dozenten aus dem In- und Ausland engagieren», sagt Brönnimann. 26 Namen auf der Dozentenliste sind neu. So unterrichten künftig Publicis-Kreativchef Thomas Wildberger (Ideen bis zum Geht-nicht-mehr), Heimat-Geschäftsführer Simon Rehsche (Marken- und Werbepsychologie) oder Wirz-CEO Geri Aebi (Effiziente Caes entwickeln) bei der Ad School.

Mehr Digitalthemen

Für frischen digitalen Wind sorgen Namen wie Stefan Mohr von Jung von Matt/next in Hamburg (Digitalisierung), Christian Etter und Adrian Zumbrunnen (UX/UI Design) oder Gordon Nemitz (Gamification & Finding Big Ideas). Zudem sind künftig auch Dozenten ausserhalb des Werberkuchens vertreten. Ein solcher ist zum Beispiel der frühere «Watson»-Chefredaktor Hansi Voigt, der den Kurs Texten fürs Web und Soziale Medien gibt oder aber Bernhard Brechbühl (Storyfilter) und Steven Goodmann (Watson), die den Schülern das Thema Content Marketing näher bringen.

Einige der bisherigen Dozenten behalten den Grundinhalt ihrer Kurse bei. Andere bringen neue Themen ein, wie Brönnimann erklärt. So etwa Markus Gut, der den Kurs Virtual Reality unterrichtet und Brille und Technologie gleich ins Schulzimmer bringt.

Zudem hat sich die Schule Google als Kooperationspartner ins Boot geholt, der IT-Riese wird selbst ein eintägiges Seminar zum Thema  «Today's Mobile Moments» durchführen. Eine Zusammenarbeit mit der HWZ ist zudem in Vorbereitung. 

6000 Franken kosten die beiden berufsbegleitenden viermonatigen Lehrgänge. Darüber, die Schulbänke allenfalls nicht vollzukriegen, sorgt sich Brönnimann nicht. «Das Interesse an Weiterbildung in diesem Bereich ist gross», sagt er. In der Kreation liegt die maximaler Teilnehmerzahl bei 30, im Strategie-Lehrgang bei 15.

Bilder: zVg.



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