09.08.2017

SBB

Werbeaktion sorgt für Kritik

Mit einem Inserat weibelt die SBB für Frauen, die auf Perrons im Fuchskostüm fürs Pendeln werben sollen.
SBB: Werbeaktion sorgt für Kritik
Die Werbeaktion ist der SBB-Kampagne «Clever Pendeln». (Bild: Transformer)

Im Auftrag der SBB werden zurzeit junge Akademikerinnen gesucht, um im Fuchskostüm auf den Perrons hin und her zu gehen. Das löst eine Sexismus-Debatte aus, wie aus einem Bericht der «Handelszeitung» hervorgeht. Die Aktion sei «fragwürdig», lässt sich eine Vertreterin der Organisation Terre des Femmes Schweiz, darin zitieren. Und weiter: «Problematisch ist insbesondere, dass ausschliesslich junge Frauen gesucht werden».

Für die tierische Werbeaktion sei die Zürcher Agentur Transformer zuständig, wie die «Handelszeitung» weiter berichtet. Im Auftrag der SBB würden die Werber Studentinnen der ETH Zürich und der Universität Zürich rekrutieren – oder wie es im Stelleninserat heissen soll: «schlaue Füchsinnen». Gemäss diesem sollen Frauen auf dem Perron auf und ab laufen und ein Plakat mit Tipps zum Pendeln in die Höhe halten. Die Perron-Nummerngirls sollen ausserdem einen Fuchsschwanz und Fuchsohren tragen.

Die Aktion soll laut Jobinserat Mitte August im zürcherischen Pfäffikon beginnen und anschliessend auch auf den Perrons von Bülach, Effretikon, Winterthur und Regensdorf stattfinden. Anfang September soll die Aktion enden und die Studentinnen sollen für zwei Stunden im Fuchskostüm 150 Franken Lohn erhalten.

SBB verteidigt Kampagne

Die Werbeaktion ist laut «Handelszeitung»-Bericht Teil der «Clever Pendeln»-Kampagne der SBB. Wer die Entlastungszüge zur Hauptverkehrszeit nutze, habe Platz im Zug und sei ein «schlauer Fuchs», lässt sich Mediensprecher Daniele Pallecchi darin zitieren. «Das ist unsere Botschaft und diese Botschaft wird im öffentlichen Auftritt mit entsprechenden Accessoires unterstützt. Dazu gehört auch ein Haarreif, den Frauen einfach besser tragen als Männer», sagt der Sprecher weiter. (pd/tim)

 



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