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Wie die Ostschweizer Fernsehen machen

René Hildbrand

Wir haben wieder einmal ein paar Tage bei einem regionalen Privatsender reingeschaut, diesmal bei den Ostschweizern. TVO macht Fernsehen für die Kantone St. Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden. Im August kann der Sender, der zu CH Media gehört, sein 20-jähriges Jubiläum feiern.

TVO produziert mit einem Budget von rund 3,5 Millionen Franken – der Grossteil kommt aus dem Gebührentopf – ein ansehnliches Programm. In «60 Minuten» wird über das politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen in der Region informiert. Diese Woche etwa mit Berichten über Veröffentlichungen im Zusammenhang mit der HSG-Spesenaffäre, eine eskalierte Party in Speicherschwendi, den Ausbau der Fährenverbindungen zwischen Romanshorn und Friedrichshafen und täglich über das Musical «Priscilla» am Stadttheater St. Gallen. Die Kürze der Beiträge gefällt. Blaulicht-Meldungen fehlen ebenso wenig wie das Wetter von und oft mit Peter Wick. In «Kompakt» gibt es die News zum Schluss der Sendung auf die Schnelle noch einmal – als Zusammenfassung. Nicht zwingend notwendig.

Das TVO-Moderationsteam ist mit Anja Müggler, Claudia Marty und David Lendi gut aufgestellt. Täglich sind zwei von ihnen vor der Kamera im Einsatz. Zwei sind in diesem Fall einer zuviel. Gefallen hat mir diese Woche das Magazin «Tierisch» mit Sympathieträgerin Christine Honegger. Tierli funktionieren im Fernsehen immer. Ein Taxi für Vierbeiner und der Besuch bei einer Hundezüchterin waren Themen. Wussten Sie übrigens, was es gibt, wenn sich Mops und Beagle paaren? Ein Puggle.

tierisch

In der TVO-Rubrik «Geld» bietet der Wirtschaftsjournalist Martin Spieler regelmässig prima Service. Junge, die zuhause ausziehen, bekamen diese Woche nützliche Finanztipps. Ein kleines Highlight, weil nah bei den Leuten, ist die Sendung «Mensche i de Ostschwiz», die jeden Sonntagabend läuft.

Es sind – häufig emotionale – Geschichten, Erlebnisse und Schicksale von Menschen aus der Region. Bemerkenswert der Bericht über eine freiwillige Helferin des Samaritervereins Rebstein. Die Rheintalerin war in den letzten 30 Jahren über 8000 Stunden im Einsatz, um Menschen an Anlässen zu helfen. Respekt.

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