Die Agentur hat für das Büro Gleichstellung von Frau und Mann die Kampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt» entwickelt. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider präsentierte am Dienstag die erste nationale Präventionskampagne gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt.
Die Kampagne macht mit Alltagsszenen auf frühe Anzeichen von Gewalt aufmerksam. Sie zeigt Situationen, in denen Machtungleichheiten sichtbar werden, und fordert einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe. Die Bildwelt deutet Bedrohungsszenarien an, statt sie auszuerzählen.
In der ersten Phase richtet sich die Kampagne laut einer Mitteilung an Gewaltbetroffene, später an deren Umfeld und schliesslich an potenzielle Tatpersonen. Die Sujets werden landesweit auf Plakaten und in sozialen Medien ausgespielt – in allen vier Landessprachen sowie in Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Albanisch und in Leichter Sprache.
2024 registrierte die Polizei 21'127 Straftaten im Bereich häuslicher Gewalt, 6 Prozent mehr als im Vorjahr. 70 Prozent der Opfer waren Frauen. Jedes zweite Tötungsdelikt in der Schweiz findet im häuslichen Umfeld statt. Die Kampagne entstand in Zusammenarbeit mit einer Allianz von Bund, Kantonen, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft. (pd/cbe)
Credits
Auftraggeberin: Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG); Kampagnen-Fachunterstützung: Bundesamt für Gesundheit (BAG); Kampagnenkonzeption und Umsetzung: Wirz; Mediaplanung: Webrepublic; Sprachaufnahmen: JingleJungle; Programmierung: Extra Virgin.

