10.09.2025

Pro Juventute

Täglich melden Jugendliche Suizidgedanken

Pro Juventute und der Kanton Zürich haben zum Welttag der Suizidprävention eine Online-Kampagne gestartet. Diese soll Jugendliche ermutigen, bei Suizidgedanken Hilfe zu suchen.

Die Zahlen des Beratungsangebots 147 zeigen die Dimension des Problems: Im laufenden Jahr wandten sich täglich durchschnittlich 12 bis 13 Kinder und Jugendliche wegen Suizidgedanken an die Beratungsstelle. In über 200 Fällen musste die Beratung Blaulichtorganisationen einschalten, um akute Gefährdungen abzuwenden.

Die Suizidpräventionskampagne «Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich» richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene. Sie umfasst Kurzvideos, die auf Snapchat, TikTok und Instagram ausgestrahlt werden. Darin erzählen Jugendliche, wie sie in kritischen Momenten Hilfe gesucht haben. Die Videos entstanden als Inhouse-Produktion des Pro-Juventute-Marketing-Teams. Ab Jahreswechsel werden die Inhalte zusätzlich auf Plakaten im Kanton Zürich sichtbar sein.

Pro Juventute fordert eine nachhaltige Förderung von Präventionsprogrammen, eine Stärkung niederschwelliger Erstanlaufstellen wie dem 147 und mehr Therapieplätze für psychisch belastete Kinder und Jugendliche. Suizid zählt zu den häufigsten Todesursachen von jungen Menschen in der Schweiz.

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich finanziert die Kampagne. Pro Juventute führt sie in Zusammenarbeit mit «Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich» durch. (pd/cbe)

Credits

Verantwortlich bei Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich: Annett Niklaus (Verantwortliche Kommunikation und Kampagnen); verantwortlich bei Pro Juventute: Nil Günes, Naomi Ross (Social-Media-Konzeption, Produktion und Distribution), Maria Balmer (Projektleitung), Lulzana Musliu, Anja Meier (Medienarbeit),


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