29.10.2123
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«Wir sind heute so breit aufgestellt wie noch nie»

Seit bald zwei Jahren teilen sich Tullio Bucher und Oscar Ferrer die Geschäftsleitung von YEPP Logistics. Im Interview mit «persönlich» sprechen sie über spannende Neukunden, den neuen Standort Spreitenbach und grüne Logistik.
Advertorial: «Wir sind heute so breit aufgestellt wie noch nie»


Interview: Adrian Schräder
Bild: Tim Lüdin

Tullio, Osci, gerade wird bei euch vor dem Ecopark in Spreitenbach eine ganze Menge blau-silbriges Material ausgeladen. Was geschieht hier?
Tullio Bucher (TB)
: Das sind noch unsere letzten Umzugskartons aus Schlieren! (lacht)
Oscar Ferrer (OF): Nein, im Ernst: Das ist das gesamte Eventmaterial von Red Bull. Ab Juni sind wir der Eventlogistik-Partner von Red Bull Schweiz.

Ein grosser Schritt.
TB: Auf jeden Fall. An unserem früheren Standort in Schlieren hätten wir das gar nicht bewältigen können. Hier im Ecopark in Spreitenbach haben wir ein x-Faches an Fläche. Und neben dem Red Bull Material lagern hier unter anderem hochempfindliche Kosmetikprodukte von Guerlain, Eventmaterial von Moët Hennessy oder alle Waren von Secend.

Bleiben wir noch kurz bei Red Bull. Was hat den Ausschlag für YEPP gegeben?
TB: Wir scheinen mit dem Gesamtpaket überzeugt zu haben. Wir sind nicht die Günstigsten, aber wir bedenken alle Eventualitäten und gehen individuell auf die Kundenbedürfnisse ein. Gleichzeitig bringen wir ein enormes Qualitätsbewusstsein und grosse Erfahrung im Bereich der Eventlogistik mit.

YEPP ist heute diverser und grösser als je zuvor. Was birgt das für Herausforderungen?
OF: Es geht uns sicher nicht um Wachstum um des Wachstums Willen. Aber du hast recht: Wir sind heute so breit aufgestellt wie noch nie. Das bringt natürlich auch eine höhere strukturelle Komplexität mit sich.
TB: Intern gut aufgestellt sein, ist bei einem Logistikunternehmen die halbe Miete, sodass alle Rädchen ineinandergreifen. Heute haben wir mehrere, unabhängige Abwicklungsstränge mit eigenen Lageristen, Fahrern, Eventtechnikern und Cleaning-Personal.

Kurz nach der Pandemie sprachen wir über den Philip Morris Pitch und ein damals neues Geschäftsfeld: Fulfillment.
TB: Genau. Dieser Etatgewinn hat schlussendlich dafür gesorgt, dass wir die Pandemie gut überstanden haben und weiterarbeiten konnten. Denn Kioske durfte man weiter beliefern, auch während der Pandemie. Das Paketgeschäft hat sich ebenfalls daraus ergeben. Teil des Deals war damals auch der Versand von Promotionsmaterial.
OF: Heute stehen wir dank der Erfahrung, die wir durch den Auftrag gesammelt haben, an einem ganz anderen Punkt. Nach B2B-Versänden machen wir das Gleiche heute auch im B2C-Bereich. Auch das hat klein angefangen. Mit kleinen Start-ups, die vielleicht 10 bis 20 Päckchen pro Woche verschicken und das vorher aus der eigenen Garage organisiert haben. Bei fast allen ging der Umsatz danach raketenmässig nach oben. Wenn die Kunden mal von solchen Aufgaben befreit sind, können sie sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Ein Beispiel?
TB: Im September 2022 habe ich zwei Freunde getroffen, die gerade mit ihrem Start-up am Durchstarten waren: Secend. Es geht um die Reduzierung von Foodwaste. Sie verkaufen Lebensmittel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.
OF: Ab Dezember 2022 haben wir sie dann logistisch unterstützt. Sie sprachen einst von 150 Päckchen pro Monat, heute verschicken wir innerhalb gleicher Frist über 4000.
TB: Das ging ratzfatz durch die Decke. Und wieso? Weil sie sich seither auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können: den Einkauf, die Vermarktung sowie die strategische Geschäftsentwicklung.

Heisst das, ihr seid im Begriff das Tätigkeitsfeld von YEPP zu erweitern?
TB: Nein. Wir haben von Anfang an gesagt, wir wollen eine Logistikfirma aufbauen. Fulfillment gehört zur Logistik. Das Handling ist etwas anders, aber es gehört dazu.
OF: Schuster bleib bei deinen Leisten. Wir werden nicht zur Marketingagentur. Deshalb bieten wir gewisse Dienstleistungen nicht an.

Zum Beispiel?
OF: Promotions-Personal. Da arbeiten wir mit Partneragenturen zusammen.

Tullio, du «musst» jetzt seit bald zwei Jahren die Geschäftsführung teilen. Wo liegen die Stärken von Osci?
TB: Lustig, darüber haben wir noch nie geredet. Auch wenn wir jetzt schon zwei Jahre täglich intensiv zusammenarbeiten. Vereinfacht gesagt: Dass er eben eine komplett andere Sichtweise und einen ganz anderen Erfahrungsrucksack mitbringt. Ich stecke meistens tief in den Projekten. Ich bin Logistiker. Am liebsten packe ich selber noch mit an: Sekkle, lupfe, umeschiebe, mache, tue. Aber wenn man dann eine gewisse Grösse erreicht hat, kann man nicht mehr jeden Tag mit dem Kopf durch die Wand – und da kommt Osci ins Spiel.

Wie siehst du das selbst?
OF: Zum Glück ähnlich! (lacht) Wir ergänzen uns komplementär. Ich bin für die Kundenbetreuung, die Finanzen, das HR, Marketing und Sales zuständig. In Sachen Logistik ist Tullio das absolute Mastermind. Gleichzeitig verleiht uns die neue Partnerstruktur zusätzliche Stabilität.

Wie seid ihr nun aufgestellt?
OF: Bettina Grond, seit zwei Jahren Head of HR & Organisation, ist neben uns und Founding Partner Dejan Nenadovic neu ebenfalls Partnerin.
TB: Zu viert bilden wir nun ein Quadrat, bei dem jeder extrem stark in einem Bereich ist. Und wenn man um jeden einen Kreis zieht, gibt es schöne Überschneidungen. Jeder hat unterschiedliche Stärken, aber das Ziel und der Wille stimmen bei allen überein. Und ich habe mit den Löhnen, mit Recruiting oder mit der Kundenbetreuung nichts mehr zu tun.

Dafür mit der Romandie.
TB: Richtig. Unser Standort in Puidoux hat inzwischen ein festes Team erhalten und seine Lagerfläche verdreifacht. Kunden wie die Biermarke La Nébuleuse, Nestlé, die Banque Cantonale Vaudoise oder Retraites Populaires werden vollständig von dort betreut.

Nachhaltiges Wachstum bei YEPP also. Wie sieht es generell mit dem Thema Nachhaltigkeit aus? Da hattet ihr ja einen Schwerpunkt gelegt.
OF: Das ziehen wir natürlich weiter. Wir haben gerade erfolgreich die Zertifizierung von Ecovadis abgeschlossen und somit unser gesamtes Nachhaltigkeitsmanagement gestärkt. Neben einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch an uns selbst – etwa was recycelbare Materialien, eine elektrische Fahrzeugflotte in der Citylogistik oder moderne Arbeitsbedingungen anbelangt – haben wir auch hohe Anforderungen an Partner und Lieferanten. Ein enorm wichtiger Schritt war der Umzug hier in den Ecopark. Er wird komplett aus erneuerbaren Energien betrieben. Der CO₂-Ausstoss ist somit minimal. Das Ganze hat auch sehr angenehme Nebeneffekte für unser Team und die gesamte Arbeitsatmosphäre: Wir haben hier einen 2000 Quadratmeter grossen Dachgarten mit fix installiertem Grill und Basketballplatz.

YEPP zeichnet sich durch einen extremen Drive aus. Es muss immer vorwärts gehen. Woher kommt das?
OF
: Ich komme aus der klassischen Ökonomie. Stillstand ist der Anfang vom Ende. Mit diesem Mindset bin ich auch in das erste Strategie-Meeting damals vor knapp zwei Jahren gestartet.
TB: Ja, und ich meinte dann: Müssen wir? Wir haben doch eine gute Grösse.
OF: Ja, aber das war ja mehr ein Gedankenspiel – und es ist gut, dass wir das gespielt haben. Grundsätzlich sind wir alle vier Macher und wollen Gas geben. Die Frage ist aber schon: Was ist das Ziel?

Und, was ist das Ziel?
OF: Du kennst ja meinen Werdegang: Ich war lange bei Red Bull und Mercedes-Benz. Bei grossen Marken. Und natürlich soll auch YEPP ein immer klingenderer Name werden. Ein Brand mit einer Haltung und einem klaren Standing. Wenn man von Energydrinks spricht, dann denkt man zuerst an Red Bull. Und wenn man von deutschen Luxusautos spricht, denkt man an Mercedes. Unser Ziel wäre, dass die Entscheidungsträger in der Schweiz an YEPP denken, wenn die Stichwörter Event- und Promotionslogistik oder Fulfillment und E-Commerce fallen.
TB: Plus natürlich das, was sich jeder Unternehmer wünscht: finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit. Und dann noch was Persönliches: Spass und Zusammenhalt. Wir machen einmal pro Jahr einen Family & Friends Day – und wenn man da sieht, wie gut sich die Familien verstehen, dann spricht das für den YEPP-Spirit.
OF: Apropos YEPP-Spirit: Ziel sind auch möglichst viele gemeinsame Barbecues auf dem Dach.

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